
Länderübergreifender Austausch mit den Vizepräsidentinnen und -präsidenten der Mittelinstanzen aus acht Bundesländern, die Niederbayerns Regierungsvizepräsidentin Monika Linseisen (vorne, Mitte) willkommen hieß.
Niederbayern/Landshut - pm (17.04.2026) Die Regierungshauptstadt Landshut ist Treffpunkt einer bundesländerübergreifenden Runde: Dem „Innovationsring“, bei dem am Donnerstag und Freitag insgesamt 23 Vizepräsidentinnen und -präsidenten der Mittelinstanzen aus acht Bundesländern zusammenkamen. Mit dabei in diesem Jahr: die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Primäres Ziel des jährlichen „Verwaltungsgipfels“, der heuer von der Regierung von Niederbayern veranstaltet wurde: „Die Verwaltungen nachhaltig stärken – für einen Staat, der leistungsfähig, modern und bürgernah ist“, fasst es Niederbayerns Regierungsvizepräsidentin Monika Linseisen zusammen, die die Behördenspitzen in der Regierung willkommen hieß.
Der Innovationsring sei eine feste Größe im Austausch der deutschen Mittelbehörden und habe sich, wie Linseisen in ihrer Begrüßung hervorhob, als wichtiges Netzwerk in der föderalen Zusammenarbeit etabliert. In kompakten Beiträgen teilten die Vertreter der Bundesländer ihre Erfahrungen aus Projekten und Best Practices. Von digitalen Verwaltungsservices über Bürokratieabbau bis hin zum smarten Einsatz Künstlicher Intelligenz und der Beschleunigung länderübergreifender Energieprojekte – der Fokus lag darin, Synergien zu nutzen, voneinander zu lernen und zu profitieren.
Die wichtige Bedeutung des gemeinsamen Treffens betonte auch Regierungspräsident Rainer Haselbeck in seinem Grußwort: „Der offene Austausch und der Blick über den Länder-Tellerrand machen den Innovationsring aus. Was in einem Bundesland bereits funktioniert, kann anderswo wertvolle Impulse geben. Bewährte Lösungen werden geteilt und weitergedacht – genau dieser Transfergedanke macht das Format so wirkungsvoll.“
Regierungsvizepräsidentin Monika Linseisen würdigte die enge Zusammenarbeit und bekräftigte: „Herausforderungen machen nicht an den Landesgrenzen Halt. Verwaltung muss heute digitaler und vernetzter denken und im Sinne der Menschen vor Ort gemeinsam handeln. Gerade in Zeiten von KI, Digitalisierung, Klimawandel und geopolitischen Umbrüchen gewinnt die enge Vernetzung auf Bundesebene ein Vielfaches an Bedeutung. Und genau dafür schaffen wir mit dem Innovationsring den Raum – um unser Wissen zu bündeln und praktikable Lösungen zu schaffen, die bei den Menschen im Alltag ankommen.“
Der Innovationsring findet im jährlichen Wechsel in verschiedenen Bundesländern statt und wurde in diesem Jahr von der Regierung von Niederbayern ausgerichtet. Informationen gibt es auch unter www.regierung.niederbayern.bayern.de.
Hintergrund: Mittelbehörden in Deutschland
Mittelbehörden wie die Regierung von Niederbayern nehmen in Deutschland eine wichtige Vermittlerrolle zwischen Ministerien auf Landesebene und den Kommunen wahr. Sie setzen politische Vorgaben um und koordinieren komplexe Verwaltungsaufgaben. In Bundesländern mit Regierungsbezirken – etwa Bayern, Hessen, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen – übernehmen diese Funktion die Regierungspräsidien beziehungsweise Bezirksregierungen.
Auch Länder wie Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verfügen über Behörden mit Mittlerfunktion. Diese sind rechtlich als Landesoberbehörden ausgestaltet und landesweit zuständig, beispielsweise das Thüringer Landesverwaltungsamt oder die Landesdirektion Sachsen. Andere Bundesländer, etwa Brandenburg, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein, verfolgen funktionale Lösungen mit Sonderbehörden. Kleinere Länder wie Mecklenburg-Vorpommern oder das Saarland haben einen zweistufigen Verwaltungsaufbau.

