Stadt und Landkreis Landshut pm (05.02.2026) „Es ist zum Haare-raufen“, empört sich die Landtagsabgeordnete Ruth Müller über die ständig neuen Angriffe auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch die CSU. Die aktuellen Debatten über angebliche „Lifestyle-Teilzeit“, längere Arbeitszeiten oder zusätzliche Eigenbeteiligungen bei Gesundheitsleistungen gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. „Diese respektlose Abwertung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – befeuert auch durch Äußerungen von Markus Söder und weiteren Unions-Politikern – muss endlich aufhören“, fordert die Landshuter Landtagsabgeordnete Ruth Müller.
Gerade aus Frauensicht sind viele dieser Vorschläge ein Schlag ins Gesicht. „Teilzeit ist für die meisten Frauen keine Lifestyle-Entscheidung, sondern Ergebnis struktureller Ungleichheit“, betont Müller. Noch immer übernehmen Frauen den Großteil von Kinderbetreuung, Pflege und Sorgearbeit. Wer Teilzeit schlechtredet, redet die Lebensleistung von Millionen Frauen klein. Statt über eine zusätzliche Arbeitsstunde pro Woche zu fantasieren, sollten wir darüber sprechen, wie Arbeit fair verteilt und besser vereinbar wird. Viele Beschäftigte arbeiten längst am Limit – körperlich wie psychisch. Mehr Druck löst weder Fachkräftemangel noch wirtschaftliche Herausforderungen.
Besonders problematisch sind auch Debatten darüber, Gesundheitsleistungen wie Zahnarztkosten stärker privat zahlen zu lassen. Damit werden die Errungenschaften der Prävention für die Zahngesundheit zunichte gemacht und gesundheitliche Folgekosten in Kauf genommen.
Für Ruth Müller ist klar:“ Wir müssen Arbeitnehmerrechte stärken – auch gemeinsam mit den Gewerkschaften - statt sie scheibchenweise infrage zu stellen!“ Wer die arbeitende Mitte stärkt, stärkt unsere Wirtschaft. Wer Frauen echte Gleichstellung ermöglichen will, muss gute Arbeit, faire Löhne und verlässliche soziale Sicherung garantieren – statt sie weiter unter Druck zu setzen, fordert Müller ein Ende der unsäglichen Diskussionen.

