
Ab dem 6. Juni kann das Publikum beide Produktionen jeweils um 17 Uhr (Kinderstück) und 20 Uhr (Abendprogramm) bei freiem Eintritt erleben. - Foto: Harry Zdera
Niederbayern - pm (07.05.2026) Die Vorbereitungen bei KULTURmobil, dem Tourneetheater des Bezirks Niederbayern, laufen auf Hochtouren. Mit dem kürzlich erfolgten Probenbeginn hat das Team den Grundstein dafür gelegt, die 29. Spielzeit ab dem 6. Juni einzuläuten. Wenn das professionelle Ensemble mit seinem Fuhrpark anreist, verwandeln sich öffentliche Orte in 30 niederbayerischen Kommunen erneut zu Theaterbühnen.
Bis die beiden diesjährigen Stücke „Faust 1 + 2 + 3“ und „Lahme Ente, blindes Huhn“ auf die Bühne gebracht werden können, gilt es jedoch wochenlang intensiv zu proben. „Nach so vielen Monaten, in denen das Team zusammengestellt und Ideen entworfen und besprochen wurden, freue ich mich sehr, dass wir nun endlich die Halle beziehen und richtig starten können“, so Intendant Dr. Laurenz Schulz.
Das Streben nach Wünschen als roter Faden im Programm
In „Faust 1 + 2 + 3“ von Felix Krakau wird Goethes berühmter Stoff in einer Mischung aus klassischem Drama, Theatershow und spielerisch-bissiger Komödie ernst genommen und zugleich aus heutiger Sicht ironisch hinterfragt. Faust ist auch hier ein Getriebener in einer existentiellen Krise, der mehr vom Leben will. Der fatale Pakt mit Mephisto, dem Teufel, scheint ihm alles zu ermöglichen. Zu welchem Preis, ist erst einmal egal. So stürzt Faust hinaus in die Welt. Bei diesem furiosen Trip zwischen Himmel und Hölle treiben ihn Unersättlichkeit und grenzenloser Egoismus immer weiter, bis auch Gretchen in seinen unheilvollen Sog gerät. Die Grenzen, an die Faust unweigerlich stößt, werfen existenzielle Fragen auf, die im Stück aber nie schwer daherkommen.
„Lahme Ente, blindes Huhn“, das diesjährige Kinder- und Familienstück von Kinderbuchautor Ulrich Hub, dreht sich um ein dynamisches Duo. Auf den ersten Blick scheinen das überaus selbstbewusste Huhn und die vorsichtig-schüchterne Ente nicht so recht zueinander zu passen. Zweifel kommen beim Huhn aber gar nicht erst auf. Schließlich braucht es jemanden, der es auf den höchsten Gipfel der Welt führt, wo sein geheimer Wunsch in Erfüllung gehen soll. Daraus entspinnt sich eine witzig-poetische Geschichte über Freundschaft und den Zauber der Illusion – und die Grenzen von beidem. „Auch wenn die Figuren und Handlungen sehr unterschiedlich sind, kann man als roten Faden in unserem diesjährigen Programm dennoch das Streben nach Wünschen sehen, das zu ganz anderen Dingen führt als gedacht“, so Dr. Schulz.
Alle Spielorte und Termine sind auf der Website des Projekts unter www.kulturmobil.de zu finden.

