Simmbach a. Inn (01.06.2026) Am 1. Juni 2016 verwüstete eine mehrere Meter hohe Flutwelle Teile der Stadt Simbach am Inn. Der in den Tagen zuvor sintflutartig niedergegangene Regen hatte sich nördlich der Stadt aufgestaut. Nachdem eine durch Treibgut verstopfte Querung dem Wasserdruck nicht mehr standhielt, rollte die Flutwelle mit voller Wucht durch Simbach.
Die Bilder der überschwemmten Stadt gingen damals um die ganze Welt, sieben Menschen verloren durch die Flutwelle und weitere Überschwemmungen in der Region ihr Leben.
Zum zehnten Jahrestag betont die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger: „Auch nach zehn Jahren sind die Wunden nicht verheilt und das Leid noch nicht vergessen. Die Menschen in Simbach und im Landkreis mussten schmerzlich die Unberechenbarkeit der Klimakrise erfahren. Während viele die Gefahr vor allem vom Inn erwarteten, wurde der eigentlich kleine, ruhig durch die Stadt fließende Simbach zu einer mehrere Meter hohen Flutwelle mit tödlicher Zerstörungskraft. Noch heute empfinde ich große Dankbarkeit gegenüber den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Freiwilligen aus allen Ecken Deutschlands, aus Österreich und Tschechien, die den Menschen im Landkreis Rottal-Inn zu Hilfe gekommen sind. Die Solidarität war beeindruckend. Wir bleiben ihnen zu tiefem Dank verpflichtet.“
Laut der Bundestagsabgeordneten sei spätestens seit 2016 klar: „Die Klimakrise ist längst hier bei uns angekommen. Wir werden auch künftig mit Unwettern und Starkregenereignissen rechnen müssen“, so Schönberger weiter. Beim Klimaschutz dürfe man daher keine weitere Zeit verlieren: „Eine weitere Erderhitzung zu verhindern bedeutet, menschliches Leid zu verhindern. Dass die Bundesregierung den Klimaschutz infrage stellt und weiter auf Öl und Gas setzt, ist verantwortungslos.“
Neben dem Klimaschutz sei die Anpassung an die Folgen der Klimakrise entscheidend, so Schönberger: „Ich bin dankbar, dass die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker in Simbach und Umgebung den Hochwasserschutz zur Priorität gemacht haben. Die Fortschritte, die wir unter anderem mit EU-Mitteln erreichen konnten, sind beeindruckend. Bund und Freistaat bleiben in der Pflicht, die Kommunen dort zu unterstützen, wo es notwendig ist.“

