
MdB Marlene Schönberger mit den Teilnehmenden der Bundespressefahrt - Foto: StadtLandMensch-Fotografie
Niederbayern/Berlin - pm (17.07.2026) Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger (Bündnis 90/Die Grünen) reisten 50 Bürgerinnen und Bürger aus Niederbayern zu einer viertägigen politischen Bildungsfahrt nach Berlin. Das abwechslungsreiche Programm umfasste den Besuch des Deutschen Bundestages, zahlreiche Stationen an historischen Erinnerungsorten sowie eine Natur-Erlebnisführung im Berliner Tiergarten.
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Deutschen Bundestages. Von der Besuchertribüne aus verfolgte die Gruppe eine Plenarsitzung, die bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterließ. Das Verhalten von Abgeordneten der AfD-Fraktion sorgte für Fassungslosigkeit: Wiederholte Zwischenrufe, lautstarkes Grölen und ständige Unterbrechungen machten es zeitweise schwierig, den Redebeiträgen zu folgen. Viele Teilnehmende zeigten sich erschüttert über das Gebaren der AfD-Fraktion im Parlament. „In keiner Schulklasse würde ein solches Verhalten akzeptiert werden“, lautete der einhellige Tenor der Reisegruppe.
Dieses Erlebnis prägte auch das anschließende Gespräch mit Marlene Schönberger. Die Fragen der Teilnehmenden drehten sich vor allem um den Umgang mit demokratiefeindlichen Kräften, den Schutz parlamentarischer Debatten und die Verantwortung der demokratischen Parteien. Die Bundestagsabgeordnete berichtete offen aus ihrem politischen Alltag und stellte sich den zahlreichen Fragen der Gäste.
„Gerade in einer Zeit, in der unsere Demokratie unter Druck steht, sind persönliche Begegnungen wichtiger denn je. Wer den Bundestag erlebt, Fragen stellen und Politik unmittelbar kennenlernen kann, gewinnt einen ganz anderen Blick auf demokratische Prozesse. Genau deswegen freut es mich, regelmäßig Menschen aus meinem Wahlkreis in Berlin begrüßen zu können Berlin ein“, betonte Marlene Schönberger.
Besonders positiv hoben viele Teilnehmende den persönlichen Austausch mit der Abgeordneten hervor. Die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und auch kritische Fragen zu stellen, wurde von vielen als einer der wertvollsten Programmpunkte empfunden.
Der Schwerpunkt der dreistündigen Stadtrundfahrt lag auf der Geschichte Berlins. Entlang der ehemaligen Mauer wurde anschaulich, wie stark die Teilung Deutschlands das heutige Stadtbild noch immer prägt. Ein weiterer Halt führte zum Olympiastadion. Dort stand insbesondere die Instrumentalisierung der Olympischen Spiele 1936 durch das nationalsozialistische Regime im Mittelpunkt und zeigte eindrucksvoll, wie Sport für politische Propaganda missbraucht werden kann.
Nachdenklich stimmte der Besuch des Anne-Frank-Zentrums. Die Ausstellung vermittelte eindrucksvoll die Geschichte Anne Franks und das Schicksal von Jüdinnen und Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Besonders bewegte die Gruppe die Auseinandersetzung mit dem Leben im Versteck und den äußerst geringen Überlebenschancen der Verfolgten.
Für eine besondere Abwechslung sorgte eine Natur-Erlebnisführung im Berliner Tiergarten. Die zweistündige Führung zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Natur mitten in einer Millionenstadt sein kann. Mit Lupen, Spiegeln und interaktiven Aufgaben entdeckten die Teilnehmenden neue Perspektiven und erfuhren Spannendes über Artenvielfalt, Klimaanpassung und die Bedeutung urbaner Grünflächen. Besonders überraschend war für viele die Erkenntnis, dass in Berlin rund 26.000 Tier- und Pflanzenarten vorkommen – und damit deutlich mehr als in vielen ländlichen Regionen. Gleichzeitig bot der schattige Tiergarten an einem warmen Sommertag eine willkommene Gelegenheit zum Durchatmen.
Die politischen Informationsfahrten des Bundespresseamtes ermöglichen Bürgerinnen und Bürgern, Demokratie unmittelbar zu erleben, politische Zusammenhänge besser zu verstehen und mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. Die Reisegruppe kehrte mit vielen neuen Eindrücken, intensiven Gesprächen und einem vertieften Verständnis für politische Prozesse nach Niederbayern zurück.

