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Streckensanierung Regensburg-Passau läuft planmäßig

Sanierung regensburg Passau

v. l.: Projektleiterin Aslihan Gebhart, DB-Konzernbevollmächtigter Christoph Kraller, Ulrich Lange (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr) sowie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter - Foto: Tom Kiewning

Straubing - pm (05.08.2026) Die Korridorsanierung Obertraubling–Passau kommt voran. Bei einem Baustellentermin in Straubing haben sich Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange mit Vertreter:innen der Deutschen Bahn (DB) ein Bild von den laufenden Arbeiten gemacht. Im Mittelpunkt standen die Baumaßnahmen in Straubing und der Einsatz eines rund 152 Meter langen Umbauzuges, der Bahngleise sicher, schnell und präzise in einem Arbeitsprozess erneuert.

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Die Sanierung des Korridors Obertraubling - Passau ist nicht nur für Bayern und Deutschland wichtig, sondern auch international von großer Bedeutung. Wenn hier etwas nicht rund läuft, spürt man dies in halb Europa. Deshalb freut es mich sehr, dass diese Sanierung im Zeitrahmen liegt. Die Bahn und die Industrie leisten hier bislang wirklich großes. Zudem können wir mit dem hier angewendeten Sperrkonzept die Belastungen für die Nutzerinnen und Nutzer, besonders des Schienengüterverkehrs, erheblich reduzieren. Es bleibt hier noch viel zu schaffen, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Die Strecke Obertraubling – Passau ist eine zentrale Verkehrsachse in Ostbayern und darüber hinaus: Die Hochleistungskorridor-Sanierung stellt damit die Weichen, dass die Verbindung auch zukünftig ihre wichtige Funktion als Achse im Herzen Europas erfüllen kann! Die dafür nötige Vollsperrung ist aber auch hart für alle, die auf die Bahn angewiesen sind: Die DB InfraGO, BEG, Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Busunternehmen haben für die Zeit einen Ersatzverkehr für die ausfallenden Züge des Schienenpersonennahverkehrs organisiert. Der Freistaat unterstützt hier mit erheblichen Mitteln. Ich danke allen, die so die Auswirkungen abfedern.“

Christoph Kraller, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Mit den Korridorsanierungen machen wir die Schieneninfrastruktur auch in Bayern Schritt für Schritt leistungsfähiger und robuster. Dass die Sanierung zwischen Obertraubling und Passau trotz täglicher Herausforderungen aktuell im Zeit- und Ablaufplan liegt, ist vor allem dem großen Engagement der Projektbeteiligten und der Kolleg:innen vor Ort zu verdanken. Sie leisten auch bei täglichen Herausforderungen der Baustelle hervorragende Arbeit. Dafür möchte ich herzlich Danke sagen.“

Nach rund siebeneinhalb Wochen Bauzeit zieht die Deutsche Bahn ein positives Zwischenfazit. Aktuell befindet sich die Sanierung im Zeit- und Ablaufplan. Mit der termingerechten Freigabe des ersten Bauabschnitts am 10. Juli 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Abschnitt Passau–Plattling ist wieder für den Güterverkehr nutzbar.

Die bisherige Bauleistung zeigt die Dimension des Projekts: Seit Beginn der Korridorsanierung wurden unter anderem rund 20 Kilometer Gleise verbaut, 34 Weichen neu eingebaut und 175 Oberleitungsmasten errichtet. Hinzu kommen anspruchsvolle Spezialarbeiten: rund 47.000 Kubikmeter Suspension wurden im Fräs-Misch-Injektionsverfahren an der Moorstelle eingebracht, 650 Anker an der Löwenwand gebohrt sowie erste Signalausleger und -brücken gestellt. In Straubing wurde zudem eine neue Brücke erfolgreich eingeschoben. Parallel laufen Arbeiten an mehreren Stationen, darunter der Einbau von zwei Personenunterführungen in Radldorf und Osterhofen. Hinzu kommen neue Überleitstellen, modernisierte Leit- und Sicherungstechnik und damit die Vorbereitung für den Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS sowie Arbeiten an acht Bahnhöfen. Der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Obertraubling und Passau hat sich nach anfänglichen Herausforderungen stabilisiert. Zu Beginn hatte es unter anderem Einschränkungen bei der Fahrgastinformation und einzelne Fahrtausfälle gegeben. Diese Punkte wurden aufgearbeitet; die Lage ist inzwischen wieder stabil.

Bei der Korridorsanierung kommen zahlreiche Spezialmaschinen zum Einsatz, wie der heute in Straubing gezeigte Umbauzug der Firma Schweerbau. Die Gleisbaumaschine bündelt auf rund 152 Metern Länge mehrere Arbeitsschritte, die bei herkömmlichen Bauverfahren häufig durch verschiedene Maschinen und Arbeitstrupps erledigt werden müssten. Die Maschine nimmt alte Schwellen und Schienen auf, bereitet das Gleisbett vor und baut neue Schwellen und Schienen in einem durchgehenden Arbeitsprozess ein. Anschließend folgen Stopf- und Richtarbeiten, damit das Gleis wieder die erforderliche Qualität und Lage erreicht.Mit der Korridorsanierung Obertraubling–Passau erneuert die DB InfraGO bis 12. Dezember eine der wichtigsten Bahnverbindungen in Ostbayern umfassend – der zweite große Sanierungskorridor der DB in Bayern in diesem Jahr. Die Strecke Nürnberg–Regensburg wurde von Februar an umfangreich modernisiert. Am 31. Juli konnte die rundum erneuerte Infrastruktur und damit der erste Abschnitt der Gesamtstrecke Nürnberg–Passau wieder in Betrieb genommen werden. In den ersten Betriebstagen ist der Zugverkehr dort nahezu störungsfrei wieder angelaufen.

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