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Künstlerischer Musik-Akademieleiter Alteglofsheim bei Dr. O. Heinrich

Alteglofsheim Werumv. l.: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Adrian Werum, künstlerischer Leiter der Musikakademie Alteglofsheim - Foto: Sabine Bäter

Landshut - pm (14.08.2026) Seit Oktober 2025 ist Adrian Werum künstlerischer Leiter der Musikakademie Alteglofsheim. Unter seiner Führung öffnet sie sich neuen Zielgruppen und musikalischen Richtungen und baut ihre Rolle als regionaler Kulturort aus. Bei einem Besuch bei Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in der Landshuter Bezirksverwaltung stellte er Entwicklungen und Schwerpunkte vor. 

Der Bezirk Niederbayern gehört dem Zweckverband Musikakademie Alteglofsheim seit dessen Gründung im Jahr 1991 an. Gemeinsam mit den weiteren Zweckverbandsmitgliedern, dem Bezirk Oberpfalz und dem Landkreis Regensburg, sowie dem Freistaat Bayern unterstützt der Bezirk Niederbayern die Musikakademie institutionell und finanziell. Die Akademie steht Vereinen, Verbänden, Institutionen und Gruppierungen aus allen Bereichen der Laienmusik ebenso offen wie Gästen aus dem professionellen Musikleben. Auch das Kulturreferat des Bezirks Niederbayern nutzt die Akademie regelmäßig als Veranstaltungsort und richtet dort gemeinsam mit dem Bezirk Oberpfalz und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege jährlich die „Alteglofsheimer Seminare für Streich- und Bordunmusik, Stubenmusik und Autoharp“ aus.

Seit seinem Amtsantritt hat Adrian Werum zahlreiche Neuerungen auf den Weg gebracht. „Für 2026 haben wir das Kursprogramm erheblich ausgebaut und einen Newsletter etabliert“, berichtet der Komponist und Arrangeur. Ziel sei es, neue Zielgruppen anzusprechen und das Potential der Musikakademie noch besser auszuschöpfen. Neben etablierten Angeboten aus den Bereichen klassische Musik und Rock-Pop seien deshalb auch neue und innovative Formate hinzugekommen, wie etwa ein Kurs zum Thema KI-Musik. Außerdem spreche die Akademie verstärkt den musikalischen Nachwuchs an wie etwa mit Workshops zur Stimmbildung und dem Junior-Assistenz-Lehrgang für junge Dirigenten ab 16 Jahre.

Die Öffnung der Musikakademie soll sich nicht nur auf das Kursangebot beschränken. Auch das Schloss Alteglofsheim selbst soll stärker als attraktiver Ort für die Menschen in der Region wahrgenommen werden. „Damit die Leute das Schloss als Attraktion betrachten, müssen dort künftig noch mehr Veranstaltungen stattfinden – und zwar nicht nur im musikalischen Bereich“, sagt Werum.

Geplant sind unter anderem weitere Konzerte im Schlosspark. Auch Schlossführungen sollen dazu beitragen, den Menschen das historische Gebäude näherzubringen und eine stärkere Verbindung zum Ort zu schaffen. „Wir wollen das Schloss stärker öffnen und erlebbar machen“, so Werum. Dass dies funktioniert, zeigen bereits die neuen Tai-Chi- und QiGong-Kurse im Schlosspark, die sehr gut angenommen werden.

Diese Entwicklung versteht Werum als Teil eines umfassenderen Ansatzes: Die Musikakademie soll nicht nur ein Ort sein, an dem Veranstaltungen stattfinden, sondern ein lebendiger Kultur- und Begegnungsort, den Menschen gerne besuchen und für sich entdecken.

Für Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich ist die regionale Verankerung ein wichtiger Faktor für den Erfolg kultureller Einrichtungen. „Entscheidend ist, dass sich die Menschen in der Region mit einem Veranstaltungsort identifizieren können – dass es ein Stück weit ‚ihr‘ Ort ist“, betont Heinrich. Erfahrungen damit habe der Bezirk beispielsweise mit seinen Freilichtmuseen gemacht. Auch die Stadt Freyung habe mit der Volksmusikakademie in Bayern gezeigt, wie eine solche Verbindung gelingen könne. „Wenn man die Menschen aktiv beteiligt, steigt die Akzeptanz erheblich.“

Werum sieht die Weiterentwicklung nicht allein in neuen Angeboten. Auch die Mitarbeitenden sollen stärker einbezogen werden. „Mir ist wichtig, unsere Beschäftigten mitzunehmen und eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der ihre Erfahrungen und Ideen gehört werden.“

Auch die Gastronomie des Schlosses soll weiterentwickelt werden. „In vielen kleinen Details erhöhen wir die Gastfreundlichkeit, Qualität und Attraktivität“, so Werum. „Und wir präsentieren uns besser auf unserer überarbeiteten Homepage und auf Social Media.“

Der Bezirkstagspräsident begrüßt den neuen Weg der Musikakademie: „Ich freue mich über die Entwicklung der Musikakademie. Denn der Bezirk Niederbayern hat ein großes Interesse daran, dass das Haus sowohl in gastronomischer als auch in künstlerischer Hinsicht dynamisch vorangeht – mit dem nötigen Gestaltungswillen und der Gestaltungskraft, die Adrian Werum zeigt.“

 

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