Die Obstbäume im Naturschutzgebiet sind bis zu 100 Jahre alt. - Foto: Stadt Landshut
Landshut - pm (08.10.2020) Das Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite" vor den Toren der Stadt ist mit seiner malerischen Landschaft nicht nur ein Rückzugsort für viele seltene Pflanzen und Tiere, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für viele Naherholungssuchende. Besonders jetzt an warmen Herbsttagen lohnt sich ein Spaziergang durch das Gebiet, um dort seine Seele baumeln zu lassen und abzuschalten.
Eine Attraktion im Naturschutzgebiet sind die vielen alten Obstbestände, die derzeit reichlich Obst tragen. Noch heute zeugen alte Streuobstwiesen von den alten Hofstellen, die Mitte des 20. Jahrhunderts dem Militär weichen mussten. „Die bis zu 100 Jahre alten Bäume bieten mit ihren vielfältigen Strukturen zahlreichen Vogelarten, Insekten und Nagern nicht nur einen Lebensraum, sondern vor allem derzeit reichlich Nahrung“, so der Gebietsbetreuer von Stadt und Landkreis Landshut, Fabian Hertrich.
Während früher die Landshuter Bewohner „Lesescheine“ von der Stadt erhielten, werden auch dieses Jahr wieder die Obstbäume von dem Verein „Lebensgemeinschaft Höhenberg" zur Herstellung und Vermarktung regionaler Produkte genutzt. Bei dem Verein handelt es sich um eine Dorfgemeinschaft mit verschiedenen Werkstätten, in der Menschen mit Assistenzbedarf zusammenarbeiten und wohnen. So gibt es beispielsweise eine Bäckerei, eine Schnitzerei oder eine Käserei.
Die schonende Apfelernte der Obstbäume am „Ehemaligen Standortübungsplatz“ wird von der Gruppe Landschaftspflege durchgeführt. Das geerntete Obst wird zu Birnen- und Apfelsaft verarbeitet und über die Höhenberger Biokiste vermarktet. Seit 2012 sind die Obstbäume Bio-zertifiziert. Mit dieser Zusammenarbeit wollen der Eigentümer, die DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) Naturerbe GmbH, und die Stadt Landshut diese soziale Einrichtung unterstützen.
Gerne können die Besucher bei ihrem Rundgang durch das Gebiet das Obst probieren und sich den ein oder anderen Pausenapfel mitnehmen. Der Gebietsbetreuer bittet jedoch ausdrücklich darum, keine großen Mengen zu entnehmen, die Bäume nicht zu schütteln und keine Äste abzubrechen, damit diese Urgesteine weiterhin so prächtig Früchte tragen wie momentan.


