Bayern - pm (26.05.2026) „Wir teilen die Auffassung von Papst Leo XIV. , dass Künstliche Intelligenz eine, wenn nicht die entscheidende Frage für die Zukunft der Menschheit ist. Gerade deshalb ist der verantwortungsbewusste, kontrollierte und wertebasierte Umgang mit Künstlicher Intelligenz die wohl größte Herausforderung des Bildungssystems im 21. Jahrhundert!“ Mit dieser Einschätzung und Stellungnahme reagierte der Vorsitzende der BIDS. Martin Goppel, auf die päpstliche Enzyklika zu den Chancen und Gefahren von KI.
Er ergänzte und fuhr fort: „Angesichts dieser riesigen Aufgabe und der dadurch bedingten Auswirkungen auf Unterricht, Schule und Erziehung muss die lernwirksame und nachhaltige Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in das deutsche Bildungssystem zügiger und praxisnäher erfolgen. Das ist die dringliche Forderung der BIDS mit Verweis auf die aktuellen Handlungsempfehlungen der Kultusministerkonferenz (KMK).“ Viele Bundesländer hinkten bislang nach Ansicht der BIDS-Vorsitzenden Martin Goppel der internationalen Entwicklung und der modernen Lernforschung stark hinterher. Es gelte jetzt, die an sich richtigen und wegweisenden KMK-Handlungsempfehlungen schnell in die Unterrichtspraxis umzusetzen.
Goppel betonte: „Wichtig ist es einerseits, die Schülerinnen und Schüler zum kritischen und reflektierten Umgang mit KI zu befähigen und andererseits KI als Werkzeug für individuelles und differenziertes Lernen zu etablieren. Es besteht damit nicht nur die Chance, persönliche, maßgeschneiderte Förderung zu ermöglichen, sondern auch Lehrkräfte bei der Diagnose von Lernständen und der Erarbeitung von Förderplänen zu entlasten.“
Dabei, so der BIDS-Vorsitzende, ist es sinnvoll, nicht überall das Rad neu zu erfinden, sondern sich an erprobten Modellen und Erfahrungen zu orientieren, die Pilotschulen in diesem Bereich schon gewonnen haben. Allerdings müssten Bund und Länder jetzt die gesetzlichen und finanziellen Voraussetzungen schaffen, damit möglichst viele Schulen von solchen Best-Practice-Beispielen profitieren können.
Nachtrag: Für Medienvertreterinnen und Medienvertreter, die sich dafür interessieren, wie konkret KI erfolgreich und nachhaltig in den Unterricht integriert werden kann, steht der 2. Vorsitzende Stefan Nowatschin, Schulleiter der BBS 1 Uelzen gerne persönlich für weitere Auskünfte zur Verfügung. Mit dem dort seit 5 Jahren praktizierten System „LamKI (Lernen am Modell mit KI) nimmt diese Schule eine Pionierrolle ein. Die schuleigene Plattform unterstützt Schülerinnen und Schüler beim selbstgesteuerten Arbeiten in den schuleigenen Lernräumen, analysiert Lernstände anonymisiert und stellt differenzierte Aufgaben bereit.

