Zum Verhältnis von Antisemitismuskritik und Sozialer Arbeit spricht Prof. Dr. Holger Knothe
Landshut - pm (28.10.2026) Antisemitismus ist ein gesellschaftliches Problem und damit auch ein Thema für die Soziale Arbeit. Doch wie gehen Fach- und Berufsverbände der Sozialen Arbeit in Deutschland und international mit diesem Thema um? Welche Positionen haben sie seit dem 7. Oktober 2023 entwickelt – und welche Aspekte bleiben dabei möglicherweise unbeachtet?
Ausgehend von dieser Frage untersucht Prof. Dr. Holger Knothe am Freitag, 30. Oktober, in der Zentrale zum Rieblwirt die Positionierungen nationaler und internationaler Fach- und Berufsverbände. Dabei zeigt sich ein breites Spektrum von weitgehender Nichtwahrnehmung des Problems bis hin zu ersten, teilweise zögerlichen Versuchen, Antisemitismus als relevantes soziales Problem anzuerkennen.
Der Vortrag fragt, welche Konsequenzen daraus für die Soziale Arbeit entstehen. Braucht es einen antisemitismuskritischen Perspektivwechsel? Wie kann ein solcher Perspektivwechsel aussehen – und wo liegen die fachlichen und praktischen Herausforderungen seiner Umsetzung? Dabei geht es auch um die Verantwortung einer Profession, die gesellschaftliche Konflikte nicht nur begleitet, sondern kritisch reflektieren muss.
Prof. Dr. Holger Knothe ist Professor für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der Internationalen Hochschule (IU) München. Er ist Mitherausgeber der Buchreihe Soziale Arbeit und gesellschaftliche Transformation (Beltz Juventa) sowie Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen.
Ein Vortrag über antisemitismuskritische Soziale Arbeit, fachliche Verantwortung und die Notwendigkeit eigene blinde Flecken zu hinterfragen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der 23. Bildungs- & Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.
Einlass 18 Uhr – Beginn 19 Uhr – Die Veranstaltung findet im Nebenraum statt

