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Regierungspräsident Rainer Haselbeck ehrt acht Lebensretter

Ehrung Jonas Kubitza Daniel Guenzkofer StadtLandshut

Nicht wegschauen, sondern handeln: Dafür haben sich Jonas Kubitza und Daniel Guenzkofer bei einer Situation im Stadtbad entschieden. Für diese außergewöhnliche Tat wurden sie von Regierungspräsident Rainer Haselbeck geehrt. - Foto: Regierung von Niederbayern

Niederbayern - pm (06.07.2026) Es sind Augenblicke, in denen jede Sekunde zählt. Acht Persönlichkeiten haben in genau solchen MomentenMut, Entschlossenheit und außergewöhnliche Menschlichkeit bewiesen: Josef Freundorfer, Ramazan Bozkurt, Fynn Brackmann, Mahmoud Edrees, Jonas Kubitza, Daniel Günzkofer sowie Manuel Karlsdorfer und Josef Krieg. Sie alle haben in lebensbedrohlichen Situationen entschlossen gehandelt und damit Menschen das Leben gerettet.

Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ihren selbstlosen Einsatz zeichnete Regierungspräsident Rainer Haselbeck die Lebensretter am Montag im Rahmen einer Feierstunde an der Regierung aus. „Ihr Einsatz verdient größten Respekt. Sie haben in entscheidenden Momenten gezeigt, was es heißt, Verantwortung füreinander zu übernehmen und Menschlichkeit zu leben“, betonte er in seiner Festansprache. Zur Feierstunde nach Landshut kamen auch die Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister der Heimatgemeinden der Geehrten, um ihnen für ihren mutigen Rettungseinsatz ihre Wertschätzung zu zollen.

Regierungspräsident Rainer Haselbeck bezeichnete die Feierstunde als „etwas ganz Besonderes“. Denn sie gelte Persönlichkeiten, die Außergewöhnliches geleistet und das Wertvollste bewahrt hätten, das es gibt – ein Menschenleben. Mit der heutigen Ehrung, bekräftigte Haselbeck, wolle der Freistaat Bayern und die Regierung von Niederbayern ihre tiefe Dankbarkeit und ihren größten Respekt zum Ausdruck bringen. Die Geehrten hätten in Augenblicken, in denen jede Sekunde zählt, außerordentlichen Mut bewiesen, entschlossen gehandelt und dabei ihr eigenes Wohl hinter das anderer gestellt, würdigte Regierungspräsident ihren bedeutenden Einsatz: „Ihre Taten sind Lichtblicke in dunklen Momenten. Sie haben nicht weggesehen, Sie haben nicht gezögert – Sie haben gehandelt und damit Leben gerettet.“ Zugleich unterstrich der Regierungspräsident die Bedeutung der Ehrung über den einzelnen Rettungseinsatz hinaus. Die heutige Feier solle auch daran erinnern, wie wichtig Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft für eine funktionierende Gesellschaft seien. Jeder könne plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Umso wertvoller sei es, so Haselbeck an die Geehrten gewandt, dass es Menschen wie sie gebe, die Verantwortung übernehmen und die den Mut haben, einzugreifen und anderen beizustehen. Er betonte: „Für Niederbayern sind Sie leuchtende Vorbilder für Menschlichkeit und Zivilcourage. Sie erinnern uns daran, was Gemeinschaft bedeutet. Mit Ihrem wertvollen Einsatz für andere haben Sie gezeigt, dass jeder von uns den Unterschied machen kann, wenn es darauf ankommt. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.“

Insgesamt wurden sieben Persönlichkeiten mit der Medaille der Patrona Bavariae – eine öffentliche Anerkennung des Regierungspräsidenten – ausgezeichnet.

Darüber hinaus hat Haselbeck stellvertretend für den Bayerischen Ministerpräsidenten die Bayerische Rettungsmedaille an Josef Freundorfer ausgehändigt; diese erhalten Personen, die zur Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr ihr eigenes Leben eingesetzt haben.

Mit der Bayerischen Rettungsmedaille ausgezeichnet wurde: 

  • Josef Freundorfer (aus Vilshofen an der Donau, Landkreis Passau) eilte einer Autofahrerin zur Hilfe, die zwischen Vilshofen an der Donau und Ortenburg aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und gegen einen am Straßenrand stehenden Baum prallte. Kurz nach dem Aufprall stieg Rauch aus dem Motorraum auf, wodurch sich die ohnehin lebensbedrohliche Situation weiter verschärfte. Die Frau war bewusstlos und somit nicht mehr in der Lage, das schwer beschädigte Fahrzeug alleine zu verlassen. Josef Freundorfer, der in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle wohnt, handelte ohne zu zögern. Er befreite die Fahrerin aus dem Auto und brachte sie in Sicherheit. Bis zum Eintreffen des Notarztes kümmerte er sich um sie und wich nicht von ihrer Seite.

Die öffentliche Anerkennung des Regierungspräsidenten mit Verleihung der Medaille der Patrona Bavariae wurde folgenden Lebensrettern zuteil:

Stadt Landshut

  • Jonas Kubitza und Daniel Günzkofer (aus Landshut) retteten einen Mann im Stadtbad Landshut aus Lebensgefahr, der während einer Tauchübung reglos auf den Boden des Beckens sank. Jonas Kubitza, der die lebensbedrohliche Situation sofort erkannte, tauchte zu ihm hinab, brachte ihn umgehend an die Wasseroberfläche und hob ihn aus dem Becken. Daniel Günzkofer, mit dem Kubitza an diesem Tag das Stadtbad besuchte, eilte umgehend zur Hilfe. Gemeinsam begannen sie unverzüglich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen, da der Mann nicht mehr atmete und kein Puls mehr spürbar war. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte haben sie sich um den Mann gekümmert und damit maßgeblich zu dessen Rettung beigetragen. 

Stadt Passau

  • Ramazan Bozkurt (aus Regensburg), Fynn Brackmann und Mahmoud Hesham Abdelhakeem Elsayed Edrees (aus Passau) wurden zu Lebensrettern einer Frau, die aufgrund eines Krampfanfalls das Gleichgewicht verlor und an der Donaupromenade in den eiskalten Fluss stürzte. Sie konnte sich dabei noch an einer Leiter festhalten, war jedoch bereits komplett im Wasser und nicht mehr ansprechbar. Die drei Ersthelfer wurden auf die Frau aufmerksam und stiegen unverzüglich die Leiter hinab. Mit Hilfe eines in der Nähe befindlichen Rettungsrings gelang es ihnen schließlich, die Frau zur Promenade hochzuziehen und dem Rettungsdienst zu übergeben.

Landkreis Freyung-Grafenau

  • Manuel Karlsdorfer und Josef Krieg (aus Waldkirchen) retteten einem 15-Jährigen das Leben, der während eines Fußballspiels nach einem heftigen Balltreffer gegen die Schläfe das Bewusstsein verlor. Der Junge ging unmittelbar zu Boden und blieb regungslos liegen. Die beiden Zuschauer Manuel Karlsdorfer und Josef Krieg eilten dem jungen Spieler zur Hilfe und leisteten unverzüglich Erste Hilfe. Sie erkannten, dass die Atemwege des Jungen durch das „Verschlucken“ der Zunge blockiert waren, befreiten diese umgehend und stellten so die Atmung sicher. Durch ihr schnelles und entschlossenes Eingreifen kam der Junge wieder zu Bewusstsein und wurde anschließend vom Rettungsdienst medizinisch versorgt. 

Hinweis: Manuel Karlsdorfer konnte aus terminlichen Gründen leider nicht an der Verleihung teilnehmen.

Öffentliche Anerkennung des Regierungspräsidenten Rainer Haselbeck

Neben den Rettungsmedaillen und den Christophorusmedaillen, die üblicherweise vom Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen werden, können auch die bayerischen Regierungspräsidenten Menschen, die bei einer Rettungstat mit sehr viel Umsicht und Ausdauer gehandelt haben, in Form einer öffentlichen Anerkennung würdigen.

Davon nimmt Niederbayerns Regierungspräsident Rainer Haselbeck Gebrauch. Mit der niederbayerischen Auszeichnung möchte Haselbeck den zu Ehrenden Respekt zollen und ihnen zeigen, wie sehr ihr Einsatz für ihre Mitmenschen geschätzt wird.

Die ausführlichen Laudationes durch Regierungspräsident Rainer Haselbeck auf die Geehrten stehen demnächst auf der Internetseite der Regierung unter www.regierung.niederbayern.bayern.de zum Nachlesen zur Verfügung. 

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