pm (01.01.2022) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt in seiner Neujahrsansprache wegen Omikron vor Sorglosigkeit und ruft erneut zum gemeinsamen Kampf gegen Corona auf. Gleichzeitig betont er, 2021 habe auch viel Gutes gebracht. Die Gesellschaft wieder zu versöhnen: Das ist für Markus Söder neben der Pandemiebekämpfung die wichtigste Aufgabe. Denn, so der Ministerpräsident in seiner Neujahrsansprache, Corona habe Gräben in der Gesellschaft aufgerissen, die sich leider weiter vertieften. Selbstkritisch fügt Söder an: "Ich selbst habe gelernt, dass strammes Verkünden von Maßnahmen alleine nicht reicht."
Sein Vorsatz daher: besser zu erklären, sich mehr Zeit für die Sorgen der Menschen zu nehmen und zu versuchen, alle mitzunehmen. "Niemand soll mit seinen Sorgen und Zweifeln alleingelassen werden."
Söder: Impfen der einzige Schutz in der Pandemie
Gleichzeitig kündigt Söder an, denjenigen entschlossen die Stirn zu bieten, "die unter dem Deckmantel von Corona versuchen, die Demokratie auszuhöhlen". Am Ende sei Impfen der einzige echte Schutz in dieser Pandemie, betont der bayerische Regierungschef: "Auch wenn man sich drei oder vier Mal impfen lassen muss - was ist ein kleiner Piks gegen den Schutz vor einer potenziell schweren oder sogar tödlichen Krankheit?"
"Corona gemeinsam überwinden"
Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Pandemie sagt Söder: "Alle wünschen sich, dass Corona endlich verschwindet. Ich auch." Doch es stehe nach der vierten Welle nun eine neue Herausforderung an: die Virusvariante Omikron. Söder mahnt daher weiterhin zur Vorsicht, verbreitet aber auch Zuversicht: "Gemeinsam überwinden wir auch das."
Bayern könne sich aber auch über vieles freuen – die niedrigste Arbeitslosigkeit in Deutschland etwa oder die gute Bildung. "Laptop und Lederhose oder Leberkäse und Laser bleibt das weiß-blaue Lebensgefühl." Insgesamt sei das vergangene Jahr auch ein Jahr der Zuversicht gewesen, in dem viel Gutes und Schönes passiert sei.
Als Beispiel nennt der Ministerpräsident, dass wieder mehr geheiratet wurde. Und die Zahl der Geburten. Denn 2021 sind laut Söder so viele Kinder auf die Welt gekommen wie seit 25 Jahren nicht mehr.

