
Die Vorstandschaft der "Zukunft Landshut" in der Neustadt. - Foto: W. Götz
Landshut – pm (15.07.2026) „Als Bewohner der Landshuter Innenstadt und zugleich als Verfechter einer lebenswerten, begrünten und zukunftsfähigen Innenstadt kann ich die aktuelle Diskussion/Entscheidung nur schwer nachvollziehen. Vor allem verstehe ich nicht, warum es bislang offenbar nicht gelingt, tragfähige Lösungen zu finden“, schreibt der Stadtrat der Wählervereinigung Zukunft Landshut, Christian Pöhner, in einer Pressemitteilung.
Die Herausforderungen durch zunehmende Hitzeperioden sind längst Realität. Wer regelmäßig durch die Altstadt, die Neustadt, oder die angrenzenden Bereiche geht, erlebt selbst, wie stark sich die versiegelten Flächen im Sommer aufheizen. Aufenthaltsqualität, Lebensqualität und letztlich auch die Attraktivität für Besucher, Einzelhandel und Gastronomie leiden darunter.
Gerade deshalb stellt sich für mich die Frage: Warum soll zwischen der Landshuter Hochzeit und einer sinnvollen Begrünung überhaupt ein Gegensatz bestehen? Niemand fordert, die Tradition der Landshuter Hochzeit infrage zu stellen. Im Gegenteil: Die Landshuter Hochzeit ist ein Aushängeschild unserer Stadt und ein bedeutender Teil unserer Identität. Doch eine Veranstaltung, die lediglich alle vier Jahre stattfindet, kann aus meiner Sicht nicht dauerhaft als Argument dienen, notwendige Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas auszubremsen.
Es muss doch möglich sein, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Anforderungen der Landshuter Hochzeit als auch den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht werden. Warum wird beispielsweise nicht ergebnisoffen geprüft, an welchen Stellen in Alt- und Neustadt (bzw. Randbereiche) einzelne Bäume in verträglichen Abständen gepflanzt werden könnten? Intelligente Standortwahl sollte zumindest diskutiert werden dürfen.
Bereits im Wahlkampf haben wir als Zukunft Landshut deutlich gemacht, dass wir uns für Veränderungen einsetzen, die Landshut lebenswerter machen und das Stadtklima nachhaltig verbessern. Die Stimmen aus Handel und Gastronomie bestätigen inzwischen genau das, was viele Bürgerinnen und Bürger schon lange wahrnehmen: Extreme Hitze beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität erheblich und wird zunehmend zu einem wirtschaftlichen Problem für die Innenstadt.
Daher sollten wir die Diskussion nicht in Lagern führen. Es darf nicht um ein „Entweder-Oder“ zwischen Tradition und Zukunft gehen. Vielmehr braucht Landshut ein „Sowohl-als-auch“: den Erhalt unserer einzigartigen Geschichte und gleichzeitig den Mut, unsere Innenstadt an die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte anzupassen.
„Wer die Attraktivität der Innenstadt langfristig sichern will, muss heute handeln!“, schließt Christian Pöhner seine Stellungsnahme.

