
Rund 350 größtenteils ehrenamtliche Einsatzkräfte und Freiwillige waren an der Katastrophenschutzübung am Eisstadion beteiligt. - Fotos: Stadt Landshut
Landshut - pm (21.03.2026) Die Übung des städtischen Zivil- und Katastrophenschutzes war aufsehenerregend und die bislang größte ihrer Art mit Blaulicht, Rettungstransporten und Rauchschwaden. Das Szenario, mit dem die Landshuter Hilfs- und Blaulichtorganisationen sowie Kliniken am Samstagmorgen konfrontiert waren: Ein mit Heizöl beladener Tankzug, der aufgrund eines medizinischen Notfalls in einen Bus bei der Eishalle rast, zahlreiche Verletzte und austretendes Öl, das in die Isar fliest. So fiel das Fazit nach der Großübung aus:

Bei einem Unfall mit einem Tanklaster wurde auch eine Ölverschmutzung der Isar simuliert.
Entworfen wurde die Übung, an der rund 350 größtenteils ehrenamtliche Einsatzkräfte und Freiwillige teilnahmen, von Thomas Schindler mit seinem Team und Stadtbrandrat Sebastian Öllerer: „Um im Ernstfall gerüstet zu sein und schnell zu reagieren“, wie der Katastrophenschutzleiter betonte. Für eine möglichst realitätsnahe Simulation sorgten über 50 Laiendarsteller, die entsprechend geschminkt wurden, sowie ein (umweltverträgliches) Farbpulver, das die Isar zeitweise grün färbte. Im Übungsszenario schob der verunglückte Heizöltanker den Bus gegen den Seiteneingang der Eishalle – die Folge: Rauchentwicklung im Bus und im Stadion. Die Besucher eines fiktiven Eishockeyspiels mussten schnellstmöglich evakuiert werden. Der Zeitfaktor, das Schadensszenario vor Ort wie auch der Massenanfall an Verletzten waren Herausforderungen, die eine koordinierte Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte, die Hand in Hand geht, umso mehr unter Beweis stellten.

Oberbürgermeister Alexander Putz machte sich vor Ort ein Bild über den Ablauf des Rettungsszenarios.
Mit einem Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen, die durch die Integrierte Leitstelle Landshut nach und nach auf Weisung der Einsatzleitung abgerufen wurden, wurden die „Opfer“ in die naheliegenden Landshuter Kliniken Mitte und Achdorf gebracht. Trotz Voll-Auslastung der beiden Notaufnahmen, konnten alle Patienten dort schnell versorgt werden. Um den Öl-Austritt in die Isar kümmerten sich die Einsatzkräfte mit einer Drohne sowie mit Booten und Ölsperren. Die Großübung dauerte rund drei Stunden und endete Samstagmittag.

Das THW baute in der Isar eine Ölsperre auf.
Thomas Schindler und der Örtliche Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Martin Dax, zogen im Anschluss ein erstes positives Fazit: „Das vorgefundene Szenario hat unter stressigen Umständen zwischen allen Sicherheitsbehörden, Hilfs- und Blaulichtorganisationen, der Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie den Kliniken eine intensive Zusammenarbeit erfordert. Aus der Übung können alle Beteiligten wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen für künftig hoffentlich nie eintreffende Großschadenslagen ziehen, die im Ernstfall Leben retten.“

Die Rettungskräfte mussten sich vor Ort gleich mehreren Herausforderungen stellen, von der Versorgung der Verletzten bis zum Ölaustritt und der Evakuierung der Eishalle
Einen großen Dank richteten die Verantwortlichen sowie Oberbürgermeister Alexander Putz an alle Mitwirkenden, insbesondere die freiwilligen Laiendarsteller, und die Bevölkerung für ihr Verständnis für die mit der Übung einhergegangenen Verkehrsbeeinträchtigungen.

