Sie führten durch den Runden Tisch „Frühe Hilfen“: v. l. Anna-Katharina Pichler, KoKi-Fachkraft, Traumapädagogin Kim Kolb und Dr. Elisabeth Sommer, Teamleitung der KoKi im Landkreis Landshut.
Landkreis Landshut - pm (06.05.2026) Vor kurzem fand der erste Runde Tisch im neuen Landratsamt und mit dem neuen Team der Koordinierenden Kinderschutzstelle – KoKi – statt. Hierzu lädt die KoKi zweimal pro Jahr alle Einrichtungen und Institutionen aus Landkreis und Stadt Landshut ein, welche mit Familien ab der Schwangerschaft und mit Kindern bis drei Jahren arbeiten.
Teamleitung Dr. Elisabeth Sommer und die KoKi-Fachkraft Anna-Katharina Pichler begrüßten insgesamt 40 Mitglieder des regionalen Netzwerkes „Frühe Hilfen“, die alle die Möglichkeit hatten, sich, ihre Einrichtung sowie Neuerungen vorzustellen.
Teil der Vorstellungsrunde war auch die Familien- und Jugend-App des Landkreises Landshut, die fortan alle Familien im Landkreis über die Hilfen und Angebote durch die KoKi und durch andere Fachteams des Jugendamtes für Familien ab der Schwangerschaft informiert (www.famju-landkreis-landshut.de).
Kim Kolb – Sozialarbeiterin und Traumapädagogin sowie Gründerin und Leitung der Beratungspraxis „Sichtwechsel“ – referierte zum Thema „Feinfühligkeit statt Ohnmacht: Traumafolgen in Familien verstehen und erkennen“. So wurden unter anderem Bindungs- und Entwicklungstraumata in Familien, die ab der Schwangerschaft oder schon vor der Geburt von Kindern relevant werden können, behandelt. Dabei stellte Kolb die Begleitung von Familien durch Blockaden aufgrund traumatisierender Erfahrungen vor – also belastende Situationen, die man aus eigener Kraft nicht bewältigen konnte und durch die ein Kontrollverlust entstand. Wichtig war hier auch ein Bewusstsein für die „Trigger“, also die Auslöser zur Erinnerung an eigene Traumata, zu schaffen und eine sichere professionelle Bindung in der Arbeit mit Familien zu erarbeiten.
Die anwesenden Fachkräfte haben sich an diesem Nachmittag zudem in einer Gruppenarbeit und in praktischen Übungen mit dem Thema „Feinfühligkeit und Traumatisierungen in Familien“ auseinandergesetzt und können fortan Kinder und Eltern mit Rückgriff auf dieses Wissen in ihrer Fachpraxis gezielter begleiten und ggf. vermitteln. „Verhaltensweisen von Kindern und Eltern wahrnehmen, verstehen und feinfühlig darauf reagieren. Nicht bewerten. Wenn das geschafft ist, dann haben wir gemeinsam viel erreicht“, beschreibt Kim Kolb.
Als Ausblick diente die nächste Veranstaltung, die durch die KoKi Landkreis Landshut mitveranstaltet wird. Hierzu wird am 7. Oktober 2026 ein Fachtag für Fachkräfte und Familien in Kooperation mit der KoKi Freising, dem Gesundheitsamt und der Familienbildung Freising und den Familienstützpunkten Freising und Moosburg, als auch der Gesundheitsregion Plus des Landkreises Freising in Moosburg stattfinden.
Sie führten durch den Runden Tisch „Frühe Hilfen“: v. l. Anna-Katharina Pichler, KoKi-Fachkraft, Traumapädagogin Kim Kolb und Dr. Elisabeth Sommer, Teamleitung der KoKi im Landkreis Landshut.

