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Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ bleibt in Landshut

Landshut - pm (05.07.2026) Der Verein Kinderfreundliche Kommunen verlängert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Landshut um weitere drei Jahre. Damit würdigt der Verein den zweiten Aktionsplan, mit dem die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie auf der gesamten lokalen Ebene fortsetzt. Dieser knüpft an die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen des ersten Aktionsplans an.

Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet weiterhin den gesamten Prozess.

Die Stadt Landshut nimmt bereits seit 2020 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil und wurde 2022 mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit dem zweiten Aktionsplan hat Landshut sich dazu entschlossen, den Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit weiter zu beschreiten und wird diesen Aktionsplan in den kommenden drei Jahren umsetzen.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger betonte im Zuge der Siegelverlängerung: „Wir sind stolz darauf, dass unsere Familienstadt Landshut ‚Kinderfreundliche Kommune‘ bleibt. Wir betrachten das Siegel als Lob, aber auch als Ansporn, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen in Landshut immer mitzudenken. Das umfasst aktive Beteiligung, sei es im Rahmen von Spielplatzerneuerungen, bei denen Kinder vorab miteinbezogen werden, Stadtteilbegehungen oder durch Vorschläge der gewählten Vertreter des Jugendbeirats. Die jungen Landshuterinnen und Landshuter sind unsere Zukunft. Kinderrechte sind eine Querschnittsaufgabe und sollen noch stärker in Verwaltung, Politik und Gesellschaft verankert werden. Diese wichtige Arbeit und Vernetzung aller Akteure soll auch weiterhin fortgeführt werden, denn damit investieren wir auch jenseits der Bildungsinfrastruktur in das Landshut von morgen.“

Christine Langen, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, gratulierte der Stadt Landshut und äußerte im Namen des Vereins: „Landshut zeigt mit seinem zweiten Aktionsplan eindrucksvoll, wie Kinderrechte Schritt für Schritt in kommunalen Strukturen verankert werden können. Mit der Entwicklung einer Leitlinie für Kinder- und Jugendbeteiligung schafft die Stadt verbindliche Grundlagen für eine qualitätsvolle und nachhaltige Beteiligung junger Menschen. Besonders positiv hervorzuheben ist zudem das geplante Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit, das Kinderrechte sichtbar macht und Kinder und Jugendliche über ihre Rechte und Mitwirkungsmöglichkeiten informiert. So stärkt Landshut nicht nur die Beteiligung junger Menschen, sondern fördert zugleich eine kinderrechteorientierte Kultur in der gesamten Stadtgesellschaft.“

Die zuständigen Sachverständigen des Vereins, Martina Battistini, Andreas Eylert-Schwarz und Barbara von Jagow, lobten: „Landshut knüpft mit seinem zweiten Aktionsplan an die bisherigen Fortschritte an und entwickelt diese konsequent weiter. Kinderrechte werden dabei als Querschnittsthema verstanden und in unterschiedlichen Bereichen des kommunalen Handelns mitgedacht. Besonders positiv ist, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen weiter gestärkt wird – von kommunalen Angelegenheiten über die Schule bis hin zur Stadtentwicklung. Gleichzeitig kann die Stadt auf engagierte und für Mitbestimmung sensibilisierte Fachkräfte in Verwaltung, Schule und Jugendarbeit bauen, die Kinderrechte aktiv voranbringen. Insbesondere möchten wir die Stadt Landshut darin bestärken, das Vorhaben, die Stabstelle für Kinder und Jugendliche neu zu besetzen, weiter zu verfolgen. Damit ist auch weiterhin gewährleistet, dass Belange junger Menschen strategisch angegangen werden. Wir begrüßen, dass ein realistischer und praxisnaher Aktionsplan entstehen konnte, der auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen neue Impulse für mehr Kinderfreundlichkeit und die Umsetzung der Kinderrechte vor Ort setzt.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft bei der Beantragung durch kleinere Kommunen vier Jahre (bei größeren Kommunen fünf Jahre) und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr (bei größeren Kommunen in den ersten beiden Jahren) wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die politischen Gremien der Kommune prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF, die in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum feiert. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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