
Exkursionsteilnehmer in der Heidelandschaft – Foto: Nick Gornicky
Landshut – pm (08.07.2026) Die Mitglieder des Vereins besuchten Mitte Juni das über 600 ha große Naturschutzgebiet „Mallertshofer Holz mit Heiden“ im Münchner Norden, das von ausgedehnten Heidewiesen und Kiefernwäldern gekennzeichnet ist. Der Verein Landshut besitzt mit dem vereinseigenen Naturdenkmal „Sempter Heide“ bei Volkmannsdorferau ein Biotop mit vergleichbaren Wiesen und lichtem Wald und wollte sich informieren, wie dort Pflege und Verbesserung der Vegetation durchgeführt wird.
Neben Erhalt und Pflege und Verbesserung vorhandener Heideflächen versucht man auch, auf den ehemals intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen Heidegrasland wieder entstehen zu lassen. Neben einer Pflege der Wiesen durch extensive Schafbeweidung und Mahd wurden Maßnahmen für eine deutliche naturschutzfachliche Aufwertung dieser Landschaft ergriffen, indem auf knapp 100 ha mit Hilfe aufwändiger Maßnahmen neue magere Heidewiesen und offene Kiesflächen angelegt wurden.
Den Teilnehmern wurde von Herr Becker, der die Maßnahmen für den „Heideflächenverein“ fachlich betreut, bei einem 7 km langen Rundgang durch die Heide und Wälder die detaillierte Vorgehensweise und die bisherigen Erfolge ausführlich erläutert. Unter den Teilnehmern wurde an vielen Stellen der besondere Aufwand für die Herstellung der neuen Flächen diskutiert, der hier für die Förderung und zum Schutz von seltenen Pflanzen wie dem Frühlings-Adonisröschen und Tieren wie Heidelerche und Steinschmätzer betrieben wird und noch weitergeführt werden muss. Denn noch sind längst nicht alle Ziele erreicht, weshalb Herr Becker auch zukünftig viel zu tun haben wird. Aber schon das bisher Erreichte hat die Vereinsmitglieder angespornt, ihre bisherigen Bemühungen zur Förderung der Artenvielfalt auf der „Sempter Heide“ intensiv fortzuführen.

