
Rund 900 Zuschauer erlebten ein mitreißendes Spiel, als die Roten Raben Vilsbiburg die Wildcats aus Stralsund besiegen konnten. - Foto:Hermann Boxleitner
Vilsbiburg - pm (01.02.2026) Die Revanche ist geglückt: Die Roten Raben Vilsbiburg besiegten die Sparkassen Wildcats Stralsund in einer intensiven Partie mit 3:0 (25:23/25:19/25:14) und machten damit die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel wett. „Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagte Spielführerin Pia Fernau. Der Sieg sei jedoch harte Arbeit gewesen.
Stralsund trat von Beginn an selbstbewusst auf, verteidigte diszipliniert und setzte die Gastgeberinnen besonders mit einem gut organisierten Block unter Druck. „Sie haben uns ganz schön gefordert“, so Fernau.
Im ersten Satz erspielten sich die Raben zunächst eine 8:4-Führung, doch Stralsund blieb dran und glich zum 18:18 aus. In der Schlussphase behielten die Vilsbiburgerinnen die Nerven. Nach mehreren Satzbällen sorgte MVP Tina de Groot mit einem Angriffspunkt für das 25:23.
Auch im zweiten Durchgang entwickelte sich ein umkämpftes Spiel mit langen Ballwechseln. Vor 910 begeisterten Zuschauern setzte sich Vilsbiburg Mitte des Satzes etwas ab (16:9, 20:12), musste aber weiter konzentriert bleiben. Annie Hatch verwandelte schließlich nach einer Auszeit den entscheidenden Punkt zum 25:19.
Im dritten Satz ließ bei den Gästen die Kraft nach. Die Roten Raben nutzten ihre Chancen konsequent, bauten den Vorsprung kontinuierlich aus und entschieden den Durchgang mit 25:14 für sich. Nadine Burbrink verwandelte den zweiten Matchball zum 3:0-Endstand. Damit hat das Team von Trainer Guillermo Gallardo in dieser Saison zu Hause erst einen Satz abgegeben.
Gallardo zeigte sich zufrieden mit den drei Punkten. Für Fernau war vor allem die Intensität der Partie wichtig: „Solche Spiele bringen uns weiter.“
Am kommenden Samstag steht das Niederbayernderby bei NawaRo Straubing an. Die Straubinger liegen nur vier Punkte hinter Vilsbiburg und gelten in eigener Halle als heimstark.
Einen besonderen Besuch gab es ebenfalls: Kim Oszvald-Renkema, Geschäftsführerin der Volleyball-Bundesliga, machte sich vor Ort ein Bild vom Standort Vilsbiburg. Sie lobte die Entwicklung der Roten Raben und äußerte die Hoffnung auf einen möglichen Schritt in die 1. Liga. Gespräche dazu laufen, eine Entscheidung vonseiten der Roten Raben steht jedoch noch aus.

