
Die Roten Raben haben wieder zugeschlagen. Sie besiegten im Eiltempo DSHS Köln mit 3:0. - Foto: Andreas Geißer
Vilsbiburg - pm (21.02.2026) Gnadenlos effektiv; so kann man das Spiel der Roten Raben bei DSHS SnowTrex Köln zusammenfassen. In gerade einmal 58 Minuten hatte der Spitzenreiter der Sparda 2. Liga Pro den Tabellensechsten Köln mit 3:0 (25:15/25:15/25:19) abgefertigt. Dabei macht der Raben-Trainer Guillermo Gallardo seinen Spielerinnen ein großes Kompliment:
„Sie haben ihre Sache wirklich sehr gut gemacht. Die Mannschaft war von Anfang an präsent und hat Köln überhaupt nicht in ihren Rhythmus kommen lassen“.
Dabei machte der Argentinier keinen Hehl daraus, dass er sich die Aufgabe schwieriger vorgestellt hatte: „Irgendwie waren die Kölner Spielerinnen in den ersten beiden Sätzen nicht wirklich präsent“, meinte er. Das zeigte sich von Anfang an. Die Damen aus der Domstadt waren zwar engagiert, hatten aber dem Druck der Raben-Spielerinnen nur wenig entgegen zu setzen. Die Vilsbiburger Damen setzten sie bereits mit ihren Aufschlägen unter Druck und die Heimmannschaft hatte Mühe, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Während das Raben-Team gerade in Block und Abwehr wieder einmal eine eindrucksvolle Leistung ablieferten, lief da bei den Kölner Damen wenig zusammen. So hatten die Roten Raben nur wenig Mühe, den ersten Satz nach nur 18 Minuten mit 25:15 für sich zu entscheiden.
„Wir haben den Domball gut unter Kontrolle gehabt und standen bei Block und Abwehr sicher. So hat Köln sein normales Spiel gar nicht aufziehen können“, meinte Rabenspielführerin Pia Fernau nach dem Spiel. Sie war nach der einseitigen Begegnung bereits zum elften Mal als MVP ausgezeichnet worden. „Wenn alle Angreiferinnen punkten, dann hat die Zuspielerin einen guten Job gemacht“, meinte ein Kommentator während der Liveübertragung der Begegnung.
Letztlich nahm der zweite Satz einen ähnlichen Verlauf: die Roten Raben schlugen ein höllisches Tempo an und die Kölner Damen hatten Mühe, ein vernünftige Spiel aufzubauen. So bauten die Vilsbiburger Damen ihren Vorsprung im Lauf des Satzes kontinuierlich aus, lagen beim 8:4 bereits vier Punkte vorne. Beim 16:7 waren es bereits neun Punkte und beim 20:8 bereits zwölf. Einstellig wollten sich die Kölner Spielerinnen dann doch nicht abfertigen lassen, gaben noch einmal Gas und nach 20 Minuten heißt es erneut 25:15 für die Roten Raben.
Erst mit dem dritten Satz, entwickelte sich ein Spiel einigermaßen auf Augenhöhe. Raben-Trainer Gallardo meinte zu erkennen, dass Köln erst in dieser Phase mit seiner erwarteten Aufstellung aufs Spielfeld ging. Davor versuchte offensichtlich Kölns Trainer Jimmy Czimek, mit Aufstellungsvarianten die Rabenspielerinnen aus dem Konzept zu bringen; was allerdings nicht gelang. Bis zur Mitte des dritten Satzes blieben beide Teams punktemäßig immer in Sichtweite; keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. In der sogenannten Crunchtime behielten die Roten Raben allerdings wieder einmal den Überblick: selbstbewusst und souverän spielten sie den Satz zuende und 20 Minuten Spielzeit hieß es 25:19 für die Roten Raben.
Damit haben die Roten Raben nach 22 Spielen 64 Punkte auf ihrem Konto und führen die Tabelle in der Sparda 2. Liga Pro weiter souverän an. Am kommenden Wochenende hat der Tabellenführer spielfrei und die Rabenspielerinnen dürfen sich über ein freies Wochenende freuen.

