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Sieg Nr. 24 in Hörde: Rote Raben jetzt zehn Punkte vorne

Rote Raben Hörde

Der Erfolg der Roten Raben reißt nicht ab. Sie besiegten am Samstagabend den TV Hörde mit 3:0. - Foto: Hermann Boxleitner

Hörde/Vilsbiburg - pm (21.03.20256) Es war wieder eines dieser Spiele, die den Roten Raben einiges abverlangen – körperlich wie mental. Am Samstagabend mussten die Roten Raben beim Tabellenvorletzten TV Hörde antreten. Eine Partie, die auf dem Papier klar wirkte, sich auf dem Feld jedoch als echter Kampf entpuppte. Trainer Guillermo Gallardo kennt solche Abende nur zu gut: „Gegen den Tabellenführer wächst jede Mannschaft über sich hinaus. Und Hörde hat heute alles gegeben“.

Doch am Ende bewiesen die Roten Raben einmal mehr ihre Klasse. Mit einem souveränen 3:0-Erfolg nahmen sie die drei Punkte mit nach Hause – ein Sieg, der vor allem durch Teamgeist, Erfahrung und Nervenstärke geprägt war. „Nach einer fast achtstündigen Fahrt haben es die Spielerinnen wirklich stark gelöst“, sagte Gallardo sichtlich erleichtert. Besonders im dritten Satz, als Hörde bereits vier Satzbälle hatte, zeigte sich die wahre Stärke des Teams. Die professionelle Einstellung, der Zusammenhalt in der Mannschaft und die Erfahrung, auch in schwierigen Situationen nicht die Nerven zu verlieren, gaben am Ende den Ausschlag.

Der Start allerdings war alles andere als leicht. Die Raben wirkten zunächst noch müde, fanden schwer ins Spiel. Die ersten Ballwechsel waren ausgeglichen, das Ergebnis knapp. Doch dann kam der Moment, in dem der Schalter umgelegt wurde: Eine starke Aufschlagserie von Jeannette Huskic brachte Hörde ins Wanken – und die Raben zogen davon. Plötzlich war die Energie da, das Selbstvertrauen zurück. Mit 25:15 entschieden sie den ersten Satz klar für sich.

„Wir mussten erst wach werden, die Reise abschütteln“, erzählte Kapitänin Pia Fernau später – mit einem Lächeln und einem Stück Pizza in der Hand auf der Heimfahrt. „Aber dann lief es.“

Auch im zweiten Satz wurde es zunächst holprig. Hörde spielte frech, unberechenbar, setzte immer wieder kleine Nadelstiche. Beim 9:6 lagen die Gastgeberinnen sogar vorne. Gallardo reagierte sofort, nahm eine Auszeit – und fand offenbar genau die richtigen Worte. Die Antwort seiner Mannschaft ließ nicht lange auf sich warten: Punkt für Punkt kämpften sich die Raben zurück, übernahmen die Kontrolle und spielten schließlich den Satz souverän zu Ende. Beim 25:19 war er entschieden – gekrönt von einem Monsterblock von Fernau und Tina de Groot.

Doch der dritte Satz wurde zur echten Nervenprobe. Zwar starteten die Raben stark, führten früh mit 10:6 – doch plötzlich riss der Faden. Hörde nutzte jede Unsicherheit, spielte mutig weiter und zog auf 20:15 davon. Die Spannung war greifbar, die Überraschung lag in der Luft.

Gallardo versuchte alles, setzte beide Auszeiten – und seine Mannschaft antwortete mit Herz. Aber Hörde hatte beim Stand von 24:21 sogar Satzbälle. Doch genau in diesem Moment zeigten die Roten Raben ihre ganze Mentalität. Kein Zittern, kein Aufgeben – nur Kampf. Punkt für Punkt arbeiteten sie sich zurück, glichen zum 24:24 aus und rissen das Spiel endgültig an sich.

Mit starken Aufschlägen von Tina de Groot und einem entschlossenen Angriff von Huskic machten sie den Sack zu – 26:24. Ein Satz, der sinnbildlich für diese Mannschaft steht.

„Wir wollten es dann doch nicht unnötig spannend machen“, sagte Pia Fernau später mit einem Augenzwinkern.

Mit diesem Sieg bleiben die Roten Raben mit zehn Punkten Vorsprung Tabellenführer der 2. Liga Pro. Und schon am kommenden Samstag wartet der nächste große Moment: Zuhause gegen Grimma könnten die Raben mit einem Sieg vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen. Die Bühne ist bereitet.

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