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Rote Raben wehren sich tapfer gegen den Meister Suhl

raben gegen suhl

Saisonauftakt daheim am Dienstagabend vor 1.307 Fans in der Ballsporthalle - Foto: Andreas Geisser

Vilsbiburg - pm (14.10.2026) Es bleibt festzuhalten: Die Roten Raben haben sich in der heimischenBallsporthalle gegen den Deutschen Meister tapfer gewehrt. Sie haben gekämpft, geackert und niemals aufgegeben. Doch man muss auch neidlos anerkennen. Gegen den amtierenden Double-Gewinner und Supercup-Sieger hatten sie nur eingeschränkt die Möglichkeit, zu zeigen, was in ihnen steckt. Zu dominant präsentierte sich der VfB Lotto Suhl Thüringen. So stand nach 67 Minuten ein 0:3 (16:25, 13:25, 18:25) auf der Anzeigetafel.

Doch die Spielerinnen von Raben-Trainer Guillermo Gallardo nutzten zumindest ihre Möglichkeiten, ihr Können aufblitzen zu lassen. Dem konzentrierten Angriffswirbel von Hannah Hartmann und Co. auf Suhler Seite hatten sie aber oftmals nur wenig entgegenzusetzen. „Man hat einfach gemerkt, dass auf der anderen Seite des Spielfeldes eine Mannschaft steht, die gerade drei Titel gewonnen hat“, meinte Raben-Spielführerin Pia Fernau nach dem Spiel nüchtern. Und Raben-Trainer  Guillermo Gallardo ergänzte, dass „Suhl einfach eine Nummer zu groß an diesem Abend war. Aber wir wissen auch, dass wir uns steigern müssen“.

So war den Raben-Spielerinnen zu Beginn des ersten Satzes anzumerken, dass sie ordentlich Respekt vor den Gästen aus Thüringen hatten. Zwar erkämpften sie sich eine 6:3-Führung, die das Team von Trainer Laszlo Hollosy aber nicht aus dem Konzept brachte. Im Verlauf des ersten Satzes übernahmen sie mehr und mehr das Ruder. Über 15:10, 20:11 und 25:15 holten sie sich nach 24 Minuten den ersten Satz.

Auch danach ließen die Gäste nicht locker: Ausgestattet mit jeder Menge Selbstvertrauen agierten sie kühl und überlegt und holten mit 25:13 auch den zweiten Satz. „Es war zu merken, dass die Mannschaft sich erst noch finden muss.

Es klappte nicht alles so, wie wir uns das vorgenommen hatten“, meinte Raben- Trainer Gallardo. „Wir brauchen einfach noch ein bisschen Zeit“. Das möchte er aber nicht als Entschuldigung verstanden wissen. Er war zufrieden mit der Vorstellung, die seine Spielerinnen vof 1307 Zuschauer*innen in der Ballsporthalle boten. Er sah aber auch, dass die erste Liga und das ganze Umfeld „noch ziemlich neu für einige der Spielerinnen ist“. „Das ist schon eine ganz andere Hausnummer“, sagte Spielführerin Pia Fernau, die die Roten Raben in der vergangenen Saison in der 2. Liga Pro zu Meisterehren geführt und damit den Grundstock für den Aufstieg der Roten Raben ins Volleyball-Oberhaus gelegt hatte.

Das die Vilsbiburger Damen im dritten Satz schon besser in Schwung kamen, war deutlich zu sehen. Hier bereiteten sie den Suhler Spielerinnen deutlich mehr Probleme und stellten sie immer wieder vor Probleme. Doch am Ende hatten die Gäste auch hier das bessere Ende für sich. Nach 21 Minuten holten sich die Damen aus Suhl auch den dritten Satz und konnten sich weitere drei Punkte auf ihrem Konto gutschreiben.

Doch die Roten Raben können bereits am kommenden Sonntag, 18. Oktober, zeigen, welche Schlüsse sie aus dem ersten Heimspiel gezogen haben. Um 16 Uhr schlagen sie dann in der Sporthalle Berg Fidel beim USC Münster auf.

Rote Raben Vilsbiburg: Brodowski, Stiriz; Fernau, Kessler, Burbrink, Hatch, Clemente, Sertic de Pra, Cavalcanti, Ellis. MVP: Annie Hatch / Lucia Herdova, Zuschauer*innen: 1307

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