
Die IG Metall Landshut startet zum Warm-up in Neufahrn – Insgesamt 3.500 Auszubildende waren beim Jugendwarnstreik in Regensburg dabei.
Neufahrn i. NB/Regensburg – pm (04.11.2026) Mit einem starken Signal der jungen Generation ist die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie am Mittwoch weitergegangen. 240 Auszubildende und junge Beschäftigte aus den Betrieben der Region folgten dem Aufruf der IG Metall Landshut zum Azubi-Warnstreik. Gemeinsam fuhren sie anschließend nach Regensburg, wo sich insgesamt rund 3.500 junge Menschen an einer Demonstration und Kundgebung beteiligten.
Bereits um 8 Uhr kamen die 240 jungen Beschäftigten zum gemeinsamen Warm-up vor der Turnhalle in Neufahrn in Niederbayern zusammen. Mit dabei waren Auszubildende von BMW Dingolfing, BMW Landshut, MANN+HUMMEL Marklkofen, SPIE SAG GmbH Ergolding, Jungheinrich Moosburg, DRIESCHER Moosburg und ebm-papst.
Als Gastgeber begrüßte Neufahrns Bürgermeister Peter Forstner die Teilnehmenden mit einem Grußwort. Zu den jungen Beschäftigten sprachen außerdem Carolin Schwanke, JAV-Vorsitzende bei BMW Dingolfing und Mitglied der bayerischen Verhandlungskommission für die Jugend, sowie Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut und Mitglied der Verhandlungskommission.
„240 junge Kolleginnen und Kollegen aus unserer Region, aus unterschiedlichen Betrieben und Branchen, machen heute gemeinsam deutlich: Die Jugend steht in dieser Tarifrunde nicht am Rand, sondern mittendrin“, erklärte Freund. „Wer eine qualifizierte Ausbildung macht und jeden Tag seinen Beitrag im Betrieb leistet, hat auch Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung, die mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten Schritt hält.“
Im Anschluss machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg nach Regensburg. Dort startete die Demonstration am Krones-Standort und führte zur zentralen Abschlusskundgebung am BMW-Werk. Insgesamt beteiligten sich rund 3.500 Auszubildende und junge Beschäftigte. Zu den Rednerinnen und Rednern gehörten unter anderem die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, und der bayerische IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Horst Ott.
Für die Teilnahme am Warnstreik legten die Auszubildenden aus der Region für den gesamten Tag ihre Arbeit nieder. Im Mittelpunkt steht ihre Forderung nach 110 Euro mehr Ausbildungsvergütung in jedem Ausbildungsjahr.
Carolin Schwanke machte deutlich: „110 Euro mehr sind für uns kein Luxus. Auch für Auszubildende steigen die Kosten für Wohnen, Lebensmittel und Mobilität. Wir wollen heute zeigen, dass wir bereit sind, gemeinsam für unsere Forderung einzustehen. Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass sie die Lebensrealität junger Menschen ernst nehmen.“
„Dass 3.500 junge Menschen gemeinsam in Regensburg auf die Straße gehen, ist ein beeindruckendes Zeichen“, so Freund. „Die nächste Generation zeigt heute sehr deutlich, was sie von den Arbeitgebern erwartet: Respekt vor ihrer Leistung und ein ordentliches Plus bei der Ausbildungsvergütung.“

