
Die IG Metall zieht eine positive Bilanz und sagt, die erstmalige Beteiligung des neuen Batteriemontagewerks am Tarifkonflikt setzt starkes Signal. - Foto: IG Metall
Irlbach-Straßkirchen – pm (05.11.2026) Starke Beteiligung am Warnstreik im neuen BMW-Batteriemontagewerk Irlbach-Straßkirchen: Am Mittwochabend folgten die Beschäftigten der Spätschicht dem Aufruf der IG Metall und legten ihre Arbeit bereits um 20:30 Uhr nieder. Die Montagehallen waren leer und die Produktion kam zum Stillstand. Damit hat sich das neue BMW-Werk in Irlbach-Straßkirchen erstmals aktiv in den laufenden Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie eingeschaltet.
Die IG Metall hatte die Beschäftigten dazu aufgerufen, ihre Arbeit zweieinhalb Stunden vor dem regulären Schichtende niederzulegen.
„Die Beteiligung heute Abend ist ein beeindruckendes Signal“, erklärt Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut und Mitglied der Verhandlungskommission. „Die Hallen sind leer, die Montage steht. Die Beschäftigten in Irlbach-Straßkirchen haben eindrucksvoll gezeigt, dass auch das neue BMW-Werk fest hinter den Forderungen der IG Metall steht und Teil dieser Tarifbewegung ist.“
Auch Thomas Zitzelsberger, Leiter der IG Metall-Vertrauensleute am Standort, zeigte sich mit der Beteiligung hoch zufrieden: „Die Kolleginnen und Kollegen haben heute ein geschlossenes und starkes Signal gesetzt. Die hohe Beteiligung zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, für unsere gemeinsamen Forderungen einzustehen.“
Für die IG Metall kommt der erfolgreiche Warnstreik auch mit Blick auf die nächsten Tage zur richtigen Zeit. Weitere Warnstreiks bei BMW in der Region sind bereits geplant. Schon am Donnerstag folgt das BMW-Werk Landshut. Weitere Aktionen bei BMW Dingolfing stehen noch in dieser Woche an.
„Irlbach-Straßkirchen war heute ein Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Tagen noch folgen wird“, so Freund. „Die Beschäftigten erwarten Bewegung am Verhandlungstisch. Bleibt diese aus, werden wir den Druck weiter erhöhen. Heute steht das neue Batteriewerk, als Nächstes folgen weitere Standorte.“
Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde 5 Prozent mehr Entgelt für die Beschäftigten sowie 110 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr. Darüber hinaus geht es unter anderem um die Sicherung von Arbeitsplätzen, eine soziale Komponente zugunsten der unteren Entgeltgruppen und eine mögliche tarifliche Gewinnbeteiligung.

