
Wie immer gut besucht war die Schaustellerverammlung im Festzelt von Horst Heppenheimer. - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (26.08.2026) Immer am Dienstag einer jeden Dult kommt es zum Treffen der Festwirte, Schausteller und Marktkaufleuten der Verkaufsdult. Angesprochen wird sowohl das Gute, als auch das, wo der Schuh drückt. Dazu zählen zum Beispiel die kommunale Verpackungssteuer oder die Registrierkassenpflicht. Auch aus dem Marktamt kommen personelle Neuigkeiten.
Als Vorsitzender der Landshuter Schausteller begrüßte Horst Heppenheimer unter anderem Bürgermeisterin Patricia Steinberger, Verwaltungsbeirat Vincent Hogenkamp, sieben Stadträte aus dem Senat für Finanzen, Wirtschaft, Messen und Dulten, den Chef der Wittmann Brauerei, Adrian Kell, die Vertreter von Polizei, BRK und Feuerwehr, die Dultorganisatoren aus dem Marktamt und den Vorsitzenden des Bayerischen Schaustellerverbandes Wenzel Bradac.

Horst Heppenheimer feierte am Tag der Dultversammlung auch seinen Geburtstag. Am gleichen Tag hatte auch der bayerischen König Ludwig II sein Wiegenfest.
Wenzel Bradac trat als erster Redner ans Mikrofon und informierte über die kommunale Verpackungssteuer, deren Umsetzung am 10. Dezember 2026 durch den bayerischen Landtag verboten wurde. Allerding wollen einige Kommunen sehr zum Leidwesen von Wenzel Bradac erheben. Er hatte aber auch gute Nachrichten für die Schausteller. Die drohende Registrierkassenpflicht wurde durch einen Verordnungsentwurf des Finanzministeriums stark entschärft. „Wir sind fast am Ziel“, zeigte sich Bradac optimistisch. Denn der Verordnungsentwurf sieht einen klaren Unterschied zwischen dem stationären Handel und dem reisenden Gewerbe vor.

Gute Nachrichten gab es in Sachen Registriekassenpflicht durch Wenzel Bradac.
Das Wetter hat beim Dultauftakt leider nicht mitgespielt, blickte Horst Heppenheimer zurück. So musste der Dultauszug ausfallen, der Bieranstich ins Zelt verlegt und das Feuerwerk auf Samstag verschoben werden. Als einen weiteren Kritikpunkt sprach er an, dass Wohnmobile auf der Grieserwiese den Dultaufbau im Weg standen.
Seitens des Marktamtes, das die Landshuter Dulten organisiert, war Florian Margezeder froh, dass die Hitzeperiode ein Ende fand und zur 687. Bartlmädult mildere Temperaturen einzogen, auch wenn es den ersten Dultfreitag verregnet hatte. Dafür liefen der Samstag und der Sonntag auf der Dult richtig gut an. Bewährt hat sich der spätere Beginn des Dultgottesdienst um 10 Uhr, der so gut besucht war, wie wohl noch nie. Beim Aufbau hatte das Marktamt allerdings zu improvisieren, da ein beliebtes Fahrgeschäft kurzfristig abgesagt hatte.
Auch der Tag des Ehrenamts am Montag, bei dem es zwei Euro Rabatt auf die Maß Bier und das halbe Hendl gab, war besser besucht als in den Jahren zuvor. Gratulationen gab es für Host Heppenheimer, der am Dienstag seinen Geburtstag feierte, sowie für Robby Schneller (Schokofrüchte) und die Familie Neigert (Hawaii-Swing), die seit 50 Jahren auf den Landshuter Dulten vertreten sind.

Florian Margezeder dankte Marie Luisa Striegl für ihren Mitarbeit im Marktamt und in der Organisation der Dulten.
Auch gab es eine personelle Veränderung zu berichten. Marie Luisa Striegl verlässt das Marktamt und geht in Mutterschutz. Ein Nachfolger konnte mit Daniel Koppbauer bereits gefunden werden.
Neuigkeiten gab es auch von Seiten von Bürgermeisterin Patricia Steinberger. So wechselt die Zugehörigkeit des Marktamtes verwaltungsintern zum Referat Sport, Kultur und Marktwesen. Viel Lob gab es ihrerseits für den Dultgottesdienst und die passende musikalische Begleitung durch die Landshuter Stadtkapelle.

