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Heftiges Unwetter verursacht rund 100 Feuerwehr-Einsätze

Unwetter Landshut 01

Umgestürze Bäume sorgten für die meisten Einsätze nach dem Unwetter. - Fotos: FFW Landshut

Landshut - ffw (01.08.2026) Ein kurzes, heftiges Unwetter mit Orkanböen hat am Freitagabend die Stadt Landshut getroffen und zu zahlreichen Schäden und über 100 Einsätzen im Stadtgebiet gesorgt. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde im Stadtgebiet glücklicherweise niemand schwer verletzt, nahezu alle beteiligten Personen kamen mit dem Schrecken bzw. leichteren Verletzungen davon.

Die beiden großen Veranstaltungsflächen am Sommergarten auf der Mühleninsel sowie das LASONA Festival auf der Burg wurden rechtzeitig durch die Veranstalter in Absprache mit dem städtischen Katastrophenschutz ins Parkhaus Mühleninsel bzw. den Burginnenhof evakuiert. Auch Strommasten, Telefonleitungen und eine Vielzahl an parkenden Autos waren von den Schäden betroffen. Wie hoch die entstandenen Schäden genau sind, kann durch die Feuerwehr nicht beziffert werden. 

Mit Durchzug der heftigen Unwetterfront zwischen 18:30 Uhr und 19 Uhr häuften sich binnen kurzer Zeit zahlreiche Einsätze durch umgestürzte Bäume, herabfallende Äste und beschädigte Dächer. Alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut, der Katastrophenschutzzug und die Kreiseinsatzzentrale waren ab etwa 19 Uhr bis nach Mitternacht im Dauereinsatz. Die Feuerwehr wurde dabei dann im Verlauf des Abends vom THW Landshut sowie mehreren örtlichen Landwirten mit Menpower und schwerem Gerät unterstützt.

Unwetter Landshut 02

Bis weit in die Nachtstunden hinein waren die ehrenamtlichen Helfer beschäftigt, Strumschäden zu beseitigen.

Vor allem im Landshuter Osten schlug das Unwetter mit voller Wucht zu. Hier stürzten die Bäume reihenweise um und machten mehrere Straßen unpassierbar. Einige Verkehrsunfälle, bei denen Pkws mit plötzlich stürzenden Bäumen kollidierten, endeten zum Glück mit nur leichter verletzten Personen. Im Bereich des Naherholungsgebietes Gretlmühle waren mehrere Personen wegen der verlegten Zufahrten kurze Zeit eingesperrt und mussten von der Feuerwehr freigeschnitten werden. Bei einigen Straßenzügen entschieden sich die Einsatzkräfte im Laufe des Abends mit Einzug der Dunkelheit dafür, einzelne Abschnitte auf Grund der schlechten Einsicht und der Gefahr nachfallender bzw. eingehängter Bäume nicht mehr in der Nacht, sondern erst am nächsten Tag freizuschneiden. Die betroffenen Abschnitte wurden durch die Stadt Landshut dann gesperrt. 

Dazu mussten die Einsatzkräfte im Laufe des Abends noch eine automatische Brandmeldung am Klinikum Landshut (Fehlalarm), einen ausgelöster Warnmelder in einer Tiefgarage an der Seligenthaler Straße (ebenfalls Fehlalarm) sowie einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A 92 (nur Verkehrsabsicherung notwendig) bearbeiten. 

Unwetter Landshut 03

Bis alle Schäden im gesamten Stadtgebiet abgearbeitet sind, wird es noch ein paar Tage dauern.

Auch am Samstagvormittag und in den Mittagsstunden waren durch mehrere Löschzüge noch einige Einsatzstellen abzuarbeiten. Alleine zwei Stunden nahm dabei die Beseitigung eines großen abgebrochenen Baumteils auf dem LASONA Gelände, das über die Drehleiter Stück für Stück abgetragen werden musste, in Anspruch. Gestern Abend musste deshalb ein Nebenzelt aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. 

Die Einsätze im Landshuter Stadtgebiet wurden von Stadtbrandrat Sebastian Öllerer und Stadtbrandinspektor Martin Dax in enger Abstimmung mit der koordinierenden Kreiseinsatzzentrale in der Hauptfeuerwache sowie dem städtischen Katastrophenschutz um Thomas Schindler geleitet. Die Gesamtzahl an ehrenamtlichen Einsatzkräften im Stadtgebiet dürfte in der Nacht bei gut 150 gelegen haben. Wichtige Unterstützung leistete am Abend auch noch der städtische Bauhof mit deren Sondertrupp, wodurch unmittelbar nach dem Unwetter über Kehrmaschinen und Unimogs mit Räumschildern die wichtigsten Straßen von Ästen und Baumteilen befreit und somit die Verkehrssicherheit wieder hergestellt werden konnte. 

Da Vielerorts die Beseitigung der letzten Schäden erst im Laufe der kommenden Woche durch das Stadtgartenamt und Fachfirmen erfolgen kann, mussten einzelne Bereiche - zum Beispiel auf Spielplätzen, in Waldgebieten oder private Zufahrten - vorübergehend abgesperrt und gesichert werden. Die Landshuter Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang dringend darauf hin, in den nächsten Tagen Waldbereiche zu meiden und die Sperrungen der Stadt Landshut bzgl. Gretlmühle, Hofgarten und am Hauptfriedhof zu beachten. 

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