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Soziale Initiativen sprachen beim Fairen Frühstück mit der Menschenrechtsbeauftragten MdB Dr. Kofler

fair frühstück

Landshut (16.06.2017) Tassen mit „Weltladen“-Schriftzug, Servietten mit dem Aufdruck „Fair genießen“ und Blumen aus nepalesischem Filz schmücken die Tische des Café International anlässlich des „Fairen Frühstücks“, an dem die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung mit Mitgliedern der Landshuter Initiativen über Menschenrechte, Entwicklungspolitik und die neuesten Entwicklungen in Sachen Landshuter Erklärung spricht.

Derlei Kleinigkeiten, wie die faire Tisch-Deko, fairer Kaffee und Tee und andere Nahrungsmittel stünden symbolisch dafür, dass jeder dazu beitragen könne, die Welt ein bisschen gerechter zu machen, so MdL Ruth Müller, auf deren gemeinsame Initiative mit Dekan Siegfried Stelzner und Kurt Büttler vom Arbeitskreis Partnerschaft mit der Dritten Welt die Realisierung dieses Termins zurück zu führen ist.

Neben Christine Ackermann, die stellvertretend für Oberbürgermeister Alexander Putz ein Grußwort hielt aus dem hervorging, dass Landshut seit 2015 eine „Fair-Trade-Stadt“ ist, war auch die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard unter den Gästen, die betonte, dass auch der Landkreis für Gerechtigkeit und fairen Handel sehr aktiv sei. Als Beispiel führte sie die Einrichtung einer Krankenpflegeklasse zur Ausbildung junger Flüchtlinge auf, sowie das große Engagement zahlreicher Schulen, von denen einige bereits „Fair-Trade-Schulen“ sind, wie das Gymnasium Seligenthal. Zudem würden in Seligenthal zahlreiche geflüchtete Jugendliche aus verschiedensten Ländern durch ihre Mitschüler betreut, so Schulleiterin Ursula Weger. Auch für Terre des Hommes, das Haus International, Unicef und die Stadt Landshut waren Vertreter erschienen, die kurz ihre Arbeit schilderten und mit Dr. Bärbel Kofler die brisantesten Fragen besprachen.

Für die Menschenrechtsbeauftragte steht eine Frage im Vordergrund: „Wie kann man Entwicklungszusammenarbeit in die Breite bringen und ein Umdenken in Gesellschaft, Gesetzgebung und Politik herbeiführen?“ Hierzu fordert sie, dass Menschenrecht- und Entwicklungspolitik Einzug in sämtliche Politiksparten, insbesondere in die Wirtschaft hält, denn alles sei miteinander verzahnt und miserable Arbeitsbedingungen, sowie Ausbeutung der Ressourcen zur Produktion möglichst billiger Waren würden Flüchtlingsbewegungen, sowie höhere Ausgaben für die Entwicklungshilfe zwangsläufig zur Folge haben. Dies könne jedoch vermieden werden, würden Produktionsketten von vornherein fair und gerecht ablaufen. „Der Landshuter Gerechtigkeitsgipfel war ein wichtiger Impuls, man sieht dass das Thema die Menschen bewegt“, so Dr. Bärbel Kofler, die die Landshuter Erklärung aus diesem Grunde an verschiedenen Stellen im Bundestag zur Bearbeitung verteilt hat.

Im Bild oben: MdB Dr. Bärbel Kofler und MdL Ruth Müller mit den Teilnehmern des Fairen Frühstücks vor dem Café International

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