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Gesundes Augenmaß für Gärtnereien in Bayern - MdL Ruth Müller besuchte das Gartencenter Bayerstorfer

bayers torfer müller

Eching-Weixerau - pm (27.04.2021) Schon im Frühjahr war die Landshuter Landtagsabgeordnete mit den Baumschulen und Gärtnereien in Bayern im Gespräch, um eine Öffnungsperspektive für die beginnende Saison zu erreichen, was letzten Endes dann auch zum Erfolg geführt hat.

Letzte Woche wandten sich wieder zahlreiche Betriebe an die niederbayerische Abgeordnete, denn die Regelung, wonach der Lebensmitteleinzelhandel zwar Blumen verkaufen darf, die Gärtnereien aber ihren Hauptanteil des verkauften Sortiments auf Salat- und Gemüsepflanzen umbauen müssen und einen Teil ihrer Verkaufsflächen absperren, stieß auf viel Unverständnis sowohl bei den Betrieben als auch bei den Kunden. Bei einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des Gartencenters Bayerstorfer, Markus Huttenlochner, wurden topaktuell die Neuerungen aus der Staatskanzlei für Bayern verkündet, die für die grüne Branche nun wieder eine inzidenzunabhängige Öffnung erlauben.

Huttenlocher reagierte deutlich erleichtert über die neuen Beschlüsse aus München und machte klar, welch hohen Anteil die Gärtnereien zur Eigenversorgung leisten: „Im letzten Jahr haben wir rund 100.000 Salat- und Kohlgemüsepflanzen und über 9.800 Tomatenpflanzen verkauft“, nannte er einige Beispiele aus seinem Betrieb. „Damit setzen unsere Kunden regionale Erzeugung, kurze Transportwege und ein Blühangebot auf dem eigenen Balkon oder im Garten um“, so Huttenlochner. Müller äußerte Verständnis für den Unmut des Gartenbaumeisters, der seit über 15 Jahren den Betrieb in der Weixerau führt. Seit letzter Woche ist die Abgeordnete bereits im Gespräch mit den Aufsichtsbehörden und dem Ministerium, denn die aktuelle Regelung zum kontaktarmen Außenverkauf ist juristisch unklar.

„Ganz besonders ärgere ich mich, dass der stellvertretende Ministerpräsident von den Freien Wählern gegen die Bundesregelung klagt, die Gartenmärkten mehr Öffnungen ermöglicht. Stattdessen stimmt er einer bayerischen Regelung zu, die den Gärtnereien und Baumschulen den Verkauf ihrer Pflanzen unmöglich macht“. „Wenn das in 15 Bundesländern möglich ist, muss das doch auch in Bayern umgesetzt werden können“, fragt sich Huttenlochner verwundert. Noch dazu habe man funktionierende Hygienekonzepte und so viele Verkaufsflächen im Freien, von denen ein Discounter nur träumen könne. Wie der aktuelle Beschluss aus München zeigt, hat nun auch letztendlich bedingt durch den Druck von sehr vielen Seiten die Staatsregierung eine vernünftige Anpassung vorgenommen. „Als Unternehmer sind wir uns unserer Verantwortung für die Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter sehr wohl bewusst“, so Huttenlochner. Deshalb gebe es Desinfektionsmittel, Personal, das die Anzahl der Kunden reguliere und ein Testangebot für die Mitarbeiter. „Wenn wir wieder aufsperren, brauchen wir alle 25 Mitarbeiter – und zwar gesund. Deshalb sorgen wir vor“, so Huttenlochner.

Er appellierte an die Landtagsabgeordnete, sich bei den Ministerien auch zukünftig für ein vernünftiges Augenmaß bei der Pandemiebekämpfung einzusetzen. Schließlich sei es auch im Hinblick auf das Nahrungsangebot für Bienen, Wildbienen und andere Insekten wichtig, dass jetzt eingepflanzt wird, was angebaut wird.

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