v.l. Nermin Jenetzke, Marlene Schönberger, Martin Hohenberger - Bildrecht: Büro Schönberger
Landau - pm (03.07.2026) Die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger hat sich gemeinsam mit der Deggendorfer Stadträtin Nermin Jenetzke (beide Grüne) mit Martin Hohenberger, geschäftsführender Vorstand des Kreis-Caritasverbandes Landau a. d. Isar e. V., über die aktuelle Situation sozialer Träger ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen sozialer Träger sowie die Chancen, die das Startchancen-Programm des Bundes für Kinder und Jugendliche und die beteiligten Schulen eröffnet.
Hohenberger schilderte die aktuellen Herausforderungen sozialer Träger:
Steigende Personal- und Sachkosten sowie der anhaltende Fachkräftemangel erschwerten vielerorts die Arbeit. Umso wichtiger seien verlässliche und planbare Rahmenbedingungen, damit soziale Angebote langfristig gesichert und weiterentwickelt werden können.
Exemplarisch verwies er auf das gut angenommene Tageszentrum "Frohsinn" der Caritas, das zeige, wie soziale Einrichtungen nachhaltig in die Gesellschaft hineinwirken. Die Einrichtung bietet Menschen in schwierigen Lebenslagen eine niedrigschwellige, anonyme Anlaufstelle und schafft einen Ort der Unterstützung, Begegnung und Orientierung. Ohne Anmeldung kann jeder und jede einfach vorbeikommen.
Nermin Jenetzke hob hervor: "Die Arbeit sozialer Träger ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Gemeinwesens. Sie unterstützen Menschen in sozialen Notlagen, schaffen Begegnung und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt."
Schönberger ergänzte: "Gerade in einer Zeit, in der der Ton rauer wird und Rechtsextreme unsere Gesellschaft spalten wollen, gibt die Arbeit der Caritas Halt und leistet konkrete Hilfe im Alltag vieler Menschen. Ein sozialer Kahlschlag, wie ihn die aktuelle Bundesregierung mit ihren Kürzungsplänen riskiert, würde genau die Strukturen schwächen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten."
Positiv bewertete Hohenberger das Startchancen-Programm des Bundes: "Das Programm erreicht die Kinder und Jugendlichen, die zusätzliche Unterstützung besonders benötigen. Besonders hervorheben möchte ich die unbürokratische Umsetzung und die schnelle Bereitstellung der Mittel. Dadurch können unsere Mitarbeiterinnen direkt vor Ort wirksame Angebote schaffen und Schülerinnen und Schüler gezielt begleiten. Genau dort kommt die Förderung an, wo sie den größten Unterschied macht - bei den jungen Menschen und ihren Zukunftschancen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie staatliche Förderung schnell und unmittelbar bei den Menschen ankommt, für die sie gedacht ist."
Im Landkreis Dingolfing-Landau wurden fünf Schulen in das Programm aufgenommen. Die erste Schule, die Mittelschule Landau, startete im Mai mit zusätzlichen Förderangeboten für die Schülerinnen und Schüler.
"Das Startchancen-Programm war ein wichtiges bildungspolitisches Vorhaben der Ampel-Koalition. Als Grüne Bundestagsfraktion haben wir uns mit Nachdruck dafür eingesetzt. Umso mehr freut es mich, dass die Unterstützung nun konkret vor Ort ankommt. Bildungsgerechtigkeit entsteht dort, wo die Herausforderungen am größten sind - genau das leistet dieses Programm", so Schönberger.
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