
Vor dem Johannisstift in Altdorf und dem Matthäusstift in Landshut konnten die Pflegekräfte, Angehörige und Bewohner*innen die Seele bei gutem italienischem Kaffee baumeln lassen.
Landshut – pm (09.05.2026) Der Internationalen Tag der Pflege lenkt auch dieses Jahr den Blick auf die bundesweiten Debatten um die Zukunft der Pflege: Wie kann Pflege in Deutschland so gestaltet werden, dass sie menschenwürdig, gut finanzierbar und für Fachkräfte attraktiv bleibt. Hinter Schlagworten wie Pflegereform, Fachkräftemangel und Arbeitsverdichtung stehen Menschen, die täglich mit hoher Professionalität und großem Engagement für andere da sind.
Mit dem „Café Seelenanker“, dem mobilen Begegnungscafé des Evang.-Luth. Dekanat Landshut, setzte die Altenheimseelsorge des Dekanats mitten in die Debatten hinein ein sichtbares Zeichen der Anerkennung. Vor den diakonischen Einrichtungen Johannesstift in Altdorf und Matthäusstift in Landshut lud die Evangelische Altenheimseelsorge Pflegekräfte zu einer kleinen Auszeit bei Kaffee, persönlichen Gesprächen und wertschätzenden Worten ein.
„Pflege ist aus christlicher Sicht weit mehr als Versorgung und Organisation – sie ist gelebte Nächstenliebe und Dienst am Menschen“, betont Johanna Krieger, Pfarrerin und Altenheimseelsorgerin im Dekanat Landshut. Sie macht deutlich: Pflegekräfte tragen in ihrem Alltag eine hohe Verantwortung und sind zugleich mit zunehmenden strukturellen Belastungen konfrontiert.
Begleitet wurde die Aktion von Manuela Berghäuser, geschäftsführende Leitung der Diakonie Landshut. „Die Aktion macht sichtbar, wie wichtig Anerkennung und Menschlichkeit gerade in der Pflege sind. Aber Wertschätzung darf nicht bei Worten stehen bleiben“, unterstreicht Berghäuser mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um bessere Rahmenbedingungen in der Pflege.
Mit dem „Café Seelenanker“ will die Evangelische Altenheimseelsorge darum nicht nur danken, sondern auch zur Aufmerksamkeit für die Anliegen der Pflegekräfte beitragen. Der Internationale Tag der Pflege erinnert daran, dass eine solidarische Gesellschaft die Menschen stärken muss, die Tag für Tag andere stärken – im Johannesstift, im Matthäusstift und weit darüber hinaus.

