Cookie Einstellungen

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies, darunter auch Tracking Cookies von Drittanbietern, ein. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Mit Klick auf den Einverstanden-Button erklären Sie sich mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr...

Einverstanden

Rundschau LA Logo

LA-Bowling
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv

Skandalprojekt Ochsenau: ÖDP-Spitze kritisiert Verschwendung von Steuergeld und Naturzerstörung

ÖDP Ochsenau vor Ochsenbeweidung

v. l.: Tobias Ruff, Stadtrat Dr. Stefan Müller-Kroehling, Bezirksrat Urban Mangold, stellv. Landesvorsitzende Agnes Becker, Martin Berberich und Kreisvorsitzender Heiko Helmbrecht - Foto: Elisabeth Raschke

Landshut – pm (22.11.2021) Eine Arche Noah randvoll mit bayernweit vom Aussterben bedrohten Arten, das ist die Ochsenau vor den Toren von Landshut. Sechs Hektar besonders wertvoller Magerrasenflächen könnten bald für ein sogenanntes „Grünes Zentrum“ vernichtet werden. Das Bauprojekt in Landshut sollte sich nach Ansicht der ÖDP eigentlich erledigt haben, seit die Stadt Abensberg Sitz des neu strukturierten AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) wurde.

„Das Vorhaben wäre daher nicht nur eine Zerstörung wertvoller Naturraums, sondern auch eine Steuergeldverschwendung in Millionenhöhe“, erklärten deshalb die stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende Agnes Becker und Bezirksrat Urban Mangold bei einem Ortstermin, zu dem der Landshuter ÖDP-Kreisvorsitzende Heiko Helmbrecht eingeladen hatte.

Grafik Ochsenau

Das „Grüne Zentrum“ und die geplante Wohnbebauung würden große Teile der vorhanden Kalkmagerrasen (pink) vernichten und den Charakter der „Kleinen Puszta“ unwiederbringlich verändern. - Grafik: Mostert.art

„Die Ochsenau ist der letzte größere Kalkmagerrasen des gesamten Unteren Isartals - eine Arche Noah mit zahlreichen Arten, die ihr einziges und letztes Vorkommen hier haben“, so Stadtrat Dr. Stefan Müller-Kroehling, der den Gästen die Wertigkeit des Areals anhand seiner Geschichte, Böden und vorkommenden Arten erklärte. Agnes Becker appelliert deshalb an ihren Volksbegehrens-Gesprächspartner Söder: „Machen Sie Ernst mit dem Naturschutz, erst recht durch Ihre eigenen Behörden. Stoppen Sie dieses potenzielle Skandalprojekt sofort und sparen Sie das Geld für sinnvolle Maßnahmen an anderen Landwirtschaftsamts-Standorten“. Im Zweifelsfall, so die ÖDP-Politiker, sollte der Standort Abensberg als Sitz des neu strukturierten AELF das Grüne Zentrum erhalten.

Für das Areal der Ochsenau liegen attraktive Alternativpläne der ÖDP auf dem Tisch. Sie sehen vor, die bundesweit einmalige Ochsenbeweidung auf die ganze Fläche auszudehnen und so auch diejenigen seltenen Tierarten wie Ziegenmelker und Wechselkröte zurückzuholen, die das Areal in den letzten 20 Jahren seit dem Weggang der Militärs bereits verloren hat. „Es ist noch keineswegs zu spät“, sind sich die niederbayerischen ÖDP-Politiker einig.

Hintergrundinformation zur Ochsenau:

Die Ochsenau ist der letzte größere Kalkmagerrasen des gesamten Unteren Isartals. Von noch vor 150 Jahren vorhandenen mehreren Tausend Hektar sind durch Isarregulierung, intensive Landwirtschaft, Zersiedelung und Flächenfraß im gesamten Isartals Niederbayerns nur noch weniger als 100 Hektar insgesamt übriggeblieben, meist winzige, isolierte Reste von wenigen Hektar Größe. Die Ochsenau ist dabei mit ihren 49 Hektar die einzige Ausnahme. Sie ist daher auch eine Arche Noah mit zahlreichen Arten, die ihr einziges und letztes Vorkommen hier haben. Zwei Steppenbewohner haben hier sogar ihr einziges bekanntes Vorkommen bundesweit.

Aus gutem Grund ist die Ochsenau daher eine durch das Bundesnaturschutzgesetz gesetzlich vor jedweder Beeinträchtigung und Veränderung geschützte Fläche. Niemand darf sie ohne zwingenden Grund zerstören oder verändern, wenn es Alternativen dafür gibt, und auch dann nur, wenn er einen vollwertigen Ersatz leisten kann. Beides ist hier aber nicht gegeben. Weder ist die Zerstörung alternativlos, noch kann sie ausgeglichen werden.

Denn hinter dieser Zerstörung steht die Stadt Landshut selbst, die diese mehr oder weniger geschenkt erhaltene Fläche auf fast der Hälfte der Fläche der Ochsenau zu Bauland machen will, um wieder Geld in die Kassen zu bekommen. Und ausgerechnet der Freistaat Bayern, der auf einem Drittel dieser Fläche ein so genanntes „Grünes Zentrum“ errichten möchte, beteiligt sich an diesem Vorgehen aktiv.

Landshut hat zukünftig keinen Ämtersitz mehr, der den Bau eines etliche Millionen teuren Grünen Zentrums rechtfertigen würde, sondern ist nur noch eine Außenstelle des Landwirtschaftsamtes Abensberg.

Schon vor der diesjährigen Strukturreform hatte der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) einer amtlichen Prüfungsmitteilung 2018 kritisiert, dass es für die so genannten „Grünen Zentren“ keinerlei Konzept gebe, und diese Kritik auch aktuell erneuert. Vielmehr hat die überwiegende Zahl der Landwirtschaftsämter keine solche Einrichtung und plant auch keine. Der ORH kritisiert weiterhin eine fehlende einheitliche, koordinierte Linie für diese teuren Einrichtungen. An keiner Außenstelle eines AELF gibt es ein „Grünes Zentrum“ bzw. sogar einen Neubau eines solchen.

Weinmesse Landshut

Wetter Landshut

Heute 14°C
Morgen 12°C
11.04.2026 17°C
© Deutscher Wetterdienst
Weinmesse Landshut
Mit welcher Schulnote bewerten Sie den Landshuter ÖPNV?
Weinmesse Landshut

rundschau Leserstatistik

Rundschau Leserstatistik

Frühjahrsdult 2024

Die Top 9 aus 49 Tagen

  • OB-Stichwahl: Ergebnisse ab 18 Uhr live und online
  • 11. und 12. April: Reinen Wein einschenken lassen bei der 13. „WEIN & more“
  • Hier gibt es die Ergebnisse zur Wahl - live und online
  • Stellungnahme zu Gerüchten rund ums Krankenhaus Vilsbiburg
  • Auto steht in Tiefgarage in Vollbrand - Gebäude komplett evakuiert
  • Acht Mal am Tag ab 9 €uro: Leo Express übernimmt Strecke München - Prag
  • Brennende Damenhandtasche in City-Center-Tiefgarage
  • Am Donnerstag legt ver.di-Streik Landshuts Busse lahm
  • LA-Regio Kliniken: Fakenews zum Krankenhaus Vilsbiburg
Weinmesse Landshut

rundschau24

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Transparenzverordnung

rundschau 24 unterstützen

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft die Arbeit der landshuter rundschau via PayPal zu unterstützen.

Copyright © 2018 Landshuter Rundschau. All Rights Reserved. Created by Landshuter Rundschau
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv