
Das Szenario simulierte einen Massenanfall an Verletzten an der Eishalle 1. - Fotos: Denise Attenberger
Landshut - pm (22.03.2026) Die LA-Regio Kliniken, der Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt Landshut und der Rettungszweckverband Landshut skizzierten im Rahmen ihrer kürzlich durchgeführten Großschadensübung ein außergewöhnliches Szenario. Die Fachkräfte simulierten am Samstag einen Massenanfall von Verletzten bei der Eishalle 1 mit 50 Laiendarstellern.
Die „Patienten“ wurden hierbei entsprechend individuell präpariert und lieferten den Notaufnahmen so unterschiedliche realistische Verletzungsbilder, emotionale Zustände und somit realitätsnahe Herausforderungen.
Vom Ort des Unglücks verteilten Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge die schwerer Verletzten an die LA-Regio Kliniken Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf. Um das Szenario eines Massenanfalls an Verletzten (MANV) möglichst realistisch zu gestalten, begaben sich leicht verletzte Personen ferner auf eigene Faust in Richtung der Kliniken. Diese zusätzliche Belastung testete dort jeweils das System der Triage, welches die Sichtung und Priorisierung ankommender Patienten definiert. Die Übung stellte dabei abermals unter Beweis, welche Vorteile die Vorhaltung zweier Notaufnahmen im Landshuter Stadtgebiet für die Distribution der Patienten im Ernstfall, aber auch im medizinischen Alltag mit sich bringt.
Hinsichtlich der zu Beginn des zweiten Quartals anstehenden Zentralisierungen besteht bereits eine enge Kommunikation und Abstimmung mit den Teams des Rettungszweckverbandes und der Notaufnahmen. Die Basisversorgung im Notfall bleibt an beiden Standorten jedoch fachbereichsübergreifend erhalten, um die Qualität der Akutversorgung für die Region aufrechtzuerhalten. „Die Kommunikation zwischen den Gesundheitsversorgern für Stadt und Landkreis Landshut gestaltete sich gerade in Bezug auf die Notfallversorgung schon immer sehr eng und vertraut. Durch die vollzogene Fusion können wir jedoch stetig weiter zusammenwachsen, um jährlich circa 80.000 Patienten bestmöglich zu versorgen“, erläutern hierzu Prof. Dr. Carl-Michael Reng, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme an der Klinik Landshut-Mitte, und Florian Fauth, Oberarzt der Interdisziplinären Notaufnahme an der Klinik Landshut-Achdorf.

Die Übung stellte unter Beweis, welche Vorteile die Vorhaltung zweier Notaufnahmen im Stadtgebiet für die Distribution der Patienten im Ernstfall mit sich bringt.
Die LA-Regio Kliniken sind auf einen Massenanfall an Verletzten dabei stets vorbereitet. Die Alarm- und Einsatzpläne sind klar strukturiert und allen Mitarbeitenden bekannt. Stetige Schulungen für das gesamte Personal erneuern und erweitern das vorhandene Fachwissen. Alle Standorte haben schnelle und verständliche Alarmierungssysteme etabliert, welche im Rahmen des fortwährenden Verwachsens unter dem Dach der LA-Regio Kliniken harmonisiert werden. „Die MANV-Übung hat deutlich gemacht, dass wir als fusionierter Klinikverbund bereits sehr gut zusammenarbeiten. Die hervorragende Vorbereitung der Verantwortlichen, das gemeinsame Vorgehen, aber auch die optimale Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz der Stadt Landshut und Rettungszweckverband stärken unsere Fähigkeit, auch in Ausnahmesituationen schnell und verlässlich zu handeln“, betonen die Vorstände der LA-Regio Kliniken Judith Angerer, André Naumann und Jakob Fuchs.
Die Großschadensübung, die Verletzte unterschiedlicher Schwere in die Notaufnahmen an den Standorten Landshut-Mitte und Landshut-Achdorf führte, meisterten alle Beteiligten ferner mit Bravour. Die Erfahrungswerte und Erkenntnisse aller Einsatzkräfte vor Ort wie auch der Fachkräfte in den Kliniken, die die Übung mit sich brachte, erfasst und evaluiert der städtische Zivil- und Katastrophenschutz unter Leitung von Thomas Schindler. Anschließend werden entsprechende Empfehlungen für die fortlaufende Optimierung der Alarm- und Einsatzpläne bereitgestellt. Die MANV-Übung wird standortbezogen nachbesprochen, die daraus erzielten wertvollen Erkenntnisse sowie konkrete Verbesserungsmaßnahmen werden für künftige Abläufe abgeleitet.
Auch wenn an der jüngsten Großschadensübung lediglich zwei der fünf Standorte der LA-Regio Kliniken beteiligt waren, helfen die gesammelten Erfahrungswerte auch den Verantwortlichen der Kinderklinik St. Marien, der Klinik Vilsbiburg und der Schlossklinik Rottenburg, sowie den benachbarten Häusern innerhalb des Rettungszweckverbandes Landshut.

