Landshut - pm (06.03.2026) In der Sitzung des Bezirksausschusses am 5. März hat Bezirksbaumeister Matthias Kopf einen Überblick über abgeschlossene und laufende Baumaßnahmen des Bezirks Niederbayern gegeben. Dabei wurde deutlich, dass der Bezirk trotz herausfordernder finanzieller Rahmenbedingungen weiterhin gezielt in seine Einrichtungen investiert – mit Augenmaß und klarer Prioritätensetzung.
Größtes Projekt der vergangenen Jahre war die Neustrukturierung des Bezirksklinikums Mainkofen. Mit dem dritten und letzten Bauabschnitt wurde diese umfassende Maßnahme Ende 2025 abgeschlossen. Zuletzt entstanden das Zentrum für Gerontopsychiatrie sowie die modernisierte Neurologische Frührehabilitation. Allein für den dritten Bauabschnitt wandte der Bezirk dafür rund 46 Millionen Euro auf. In den vergangenen zehn Jahren summieren sich die Investitionen in Mainkofen auf rund 160 Millionen Euro.
Auch in die anderen Standorte der Gesundheitseinrichtungen investiert der Bezirk weiter. In den kommenden beiden Jahren fließen rund 8,5 Millionen Euro in Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen am Bezirkskrankenhaus Landshut sowie weitere 2 Millionen Euro in das Bezirkskrankenhaus Straubing.
Neben der Gesundheitsversorgung spielt die energetische Modernisierung eine wichtige Rolle. Investiert wurde unter anderem in Batteriespeicher für die Photovoltaik-Anlage im Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle sowie in Photovoltaikanlagen und Speicher in den Freilichtmuseen Finsterau und Massing. Auch am Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn wurden entsprechende Anlagen umgesetzt und Ladestationen errichtet. Ziel ist es, Betriebskosten zu senken und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern Schritt für Schritt zu reduzieren.
Derzeit wird zudem ein Verwaltungsgebäude am Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn im geplanten Kostenrahmen von 3,67 Millionen Euro modernisiert. Die Fertigstellung ist für diesen Herbst vorgesehen, anschließend sollen insgesamt 47 Mitarbeitende der Bezirksverwaltung und des Agrarbildungszentrums dort einziehen. Bis 2027 fließen außerdem 1,7 Millionen Euro in die Modernisierung der Staatlichen Fachschule für Gartenbau am Agrarbildungszentrum.
Im Jahr 2025 investierte der Bezirk rund 16,4 Millionen Euro in Baumaßnahmen seiner Einrichtungen – zusätzlich wandten die Zweckverbände (niederbayerischen Thermen und Freilichtmuseen), an denen der Bezirk mehrheitlich beteiligt ist, 9,3 Millionen Euro auf. Die Mittel wurden gezielt dort eingesetzt, wo sie notwendig sind, um gesundheitliche Versorgungssicherheit und langfristige Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich betont: „Wir investieren mit Maß und Ziel insbesondere in die bezirklichen Gesundheitseinrichtungen und in den Umbau hin zur Nutzung von mehr regenerativen Energien. Diese Ausgaben sind nicht nur nötig, um Standards zu erhalten und weiter zu verbessern, sondern um für die Zukunft gerüstet zu sein. Denn die Bedarfe insbesondere in der psychiatrischen Versorgung der Menschen in Niederbayern werden weiter steigen – und wir brauchen mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und CO2-Einsparungen für mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen.“

