
Die Eltern-LAN begleiteten die Medienpädagogen Tim Clemenz (l.) und Patrick Lenz. - Foto: Stadt Landshut
Landshut - pm (23.04.2026) Zu Wochenbeginn fand im Jugendkulturzentrum Alte Kaserne eine sogenannte „Eltern-LAN“ statt. Ziel war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eigene Spielerfahrungen zu ermöglichen und einen reflektierten Umgang mit "Gaming" zu fördern. Ein zentraler Gedanke des Abends: „Spiele sind elementarer Bestandteil der Jugendkultur.“ Die Veranstaltung richtete sich an Eltern sowie pädagogische Fachkräfte und wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb),
dem Spieleratgeber-NRW (ComputerProjekt Köln e.V.) sowie der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW durchgeführt. Auf Initiative der Kommunalen Jugendarbeit wurde das Format nach Landshut geholt. Insgesamt nahmen 21 Personen an der rund vierstündigen Veranstaltung teil, die von zwei erfahrenen Medienpädagogen begleitet wurde.
Neben praktischen Erfahrungen mit verschiedenen Spielen standen insbesondere die Chancen und Risiken im Fokus. Zu den möglichen Gefahren zählen unter anderem Gewaltinhalte, Diskriminierung, Sexismus, Rassismus sowie Phänomene wie "Cybergrooming". Zudem wurde thematisiert, dass exzessives Spielen inzwischen als „Gaming Disorder“ bezeichnet wird und als psychische Erkrankung gilt. Gleichzeitig wurden auch die positiven Seiten des "Gamings" hervorgehoben. So fördern viele Spiele beispielsweise das Gefühl von Selbstwirksamkeit und bieten Erfolgserlebnisse. Darüber hinaus eröffnen sie kreative Räume, in denen die Spieler eigene Welten gestalten und erleben können. Die Eltern-LAN bot neben dem direkten Ausprobieren von Spielen Raum für Austausch mit Fachkräften und lieferte praktische Tipps, wie Eltern und Pädagogen Gespräche mit Jugendlichen über Spielinhalte, Zeitkontrolle und problematische Verhaltensweisen sensibel und kompetent führen können.

