
Verwüstungen bei Altkleidercontainern. – Foto: Josef Aigner
Kelheim/Landshut – pm (24.02.2026) Der Altkleidermarkt steckt in einer belastenden Situation: Die Mischung aus einem steigenden Angebot und Verfügbarkeit von Kleidung (fast fashion), der abnehmenden Qualität an Kleidung, der Umstellung der Abfallregelungen und einem gesättigten Verwertungsmarkt setzt dem Altkleidermarkt spürbar zu. Trotz der gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen geraten Sammelstellen und Textilverwertungsfirmen zugleich unter Druck – und die Folgen sind sichtbar:
überfüllte Altkleidercontainer, verunreinigte Textilien und ein Anblick der Verwüstung.
Eine europaweite Getrenntsammelpflicht für Textilien, die Anfang 2025 in Kraft trat, sorgt weiterhin für Verunsicherung darüber, was genau in die Altkleidersammlung gehört und was nicht. Laut aktueller Informationen des Bundesamtes für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (Stand: 31.01.2025) können wiederverwendbare, saubere Kleidungsstücke in den vorgesehenen Sammelstellen, z. B. Altkleidercontainer, abgegeben werden, während stark verschmutzte oder nicht mehr verwertbare Stücke oft weiterhin im Restmüll landen dürfen. In Bayern wird dieses System bereits seit Jahren darauf ausgerichtet, nur gut erhaltene und saubere Kleidung in Containern landen zu lassen. Dieser Grundsatz bleibt zentral, auch im Landkreis Kelheim.
Der Markt der Altkleiderverwertung ist durch Überangebot und wirtschaftliche Hemmnisse belastet. Mehr Kleidung trifft auf immer weniger Altkleidercontainer. Die Folge: Überfüllte Altkleidercontainer, verwüstete Standorte oder vermehrt Säcke vor vollen Containern. Das führt nicht nur zur Verschwendung wertvoller Ressourcen, sondern auch zu erhöhter Arbeit für die Sammel- und Verwertungsbetriebe.
Auch bei der Caritas Kelheim, die an 78 Standorten im Landkreis Altkleidercontainer zur
Verfügung stellt, ist die schwierige Situation auf dem Altkleidermarkt ein großes Thema. „Ich erhalte fast wöchentlich Nachrichten über überfüllte Altkleidercontainer oder Verwüstungen. Es kam sogar bereits zu Brandstiftung und Diebstahl bei unseren Containern.“, so Rebecca Geyer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Caritas Kelheim. Sie verstehe die Verärgerung der Bürgerinnen und Bürger und der Standortbesitzer, auf denen die Altkleidercontainer stehen. Der Grund der Überfüllungen ist jedoch nicht, dass Container nicht regelmäßig geleert werden, sondern, dass man mit der Leerung nicht mehr hinter her komme. „Es gibt immer wieder die Situation, dass Altkleidercontainer geleert werden und 2 Tage später sind diese bereits wieder überfüllt“, so die Erfahrungen bei der Caritas Kelheim. Sie ruft die Bürgerinnen und Bürger für ein gemeinsames verantwortungsvolles Handeln auf: Keine Säcke mit Altkleidern vor die Container stellen, suchen Sie bei einem vollen Container alternative Standorte und melden Sie überfüllte Standorte direkt bei der Caritas Kelheim.
Diese Nachricht kommt direkt an der richtigen Stelle an und der Aufforderung der Leerung und Säuberung wird zeitnah nachgegangen.
Es gilt: Nur sauber verpackte, gut erhaltene Kleidung gehört in die Sammelbehälter. Zerschlissene oder stark verschmutzte Textilien sollen über den Hausmüll entsorgt werden.
Über den folgenden Kontakt können Sie überfüllte Altkleidercontainer der Caritas Kelheim gerne melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 09441 5007 0

